2004,  Antikapitalismus,  Ausschreitungen,  Demo,  Freiraum,  Gender,  Repression

Reclaim the Streets

Inhalt:
1. Aufruf
2. Flyer
3. Medienbericht Stadtpolizei
4. Medienbericht
5. Pressemitteilung Partei der Arbeit & Grünes Bündnis Bern

1. Aufruf (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/10/26894.shtml)
Es soll ein fröhlicher, bunter Umzug werden für ein bisschen Arschwärme in dieser kalten Welt!! Machen wir uns unseren Karneval selber!! Tanzen (zu diversen Musikstilen!!) ist gesund und gibt gute Laune!!! ;o)
darum: ALLE NACH BERN!!!


2. Flyer (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/10/27086.shtml)
RECLAIM THE STREETS
wer fordert wieso von wem die strasse zurück?
die strasse ist ort der begegnung, wo menschen miteinander reden, streiten, lachen; doch solche öffentliche räume werden immer weniger und enger in bern. sie werden privatisiert und kommerzialisiert, die stadt soll aufgewertet werden, wohnraum wird luxussaniert – trotz der nun schon mehrere jahre andauerenden wohnungsnot. die strasse werden immer stärker vereinnahmt, sei es durch wachsende werbeflächen oder individualverkehr. was dies bedeutet ist für viele, die in dieser stadt leben wollen, spürbar. fast überall herrscht konsumzwang, wer im bahnhof länger als fünf minuten rumsteht macht sich schon verdächtig, bezahlbaren oder gar unkonventionellen wohnraum zu finden wird zur unmöglichkeit. elemente die nicht in die kapitalistische verwertungslogik passen werden verdrängt, subkulturen und sozial benachteiligte sind da zuerst an der reihe. bullen und securitas, perimiterverbote und kameraüberwachung setzen die law and order politik in den verbliebenen öffentlichen räumen durch, wenn nötig mit dem schlagstock.
die städtische aufwertungs- und vertreibungspolitik gestaltet die stadt als wirtschaftsstandort und tourismusdestination – statt interessanten lebensraum zu bieten wird die stadt ort der kapitalvermehrung und konkurrenz. was nützt uns weltkulturerbe wenn hier alles tot und nichts erlaubt ist. für uns ist die strasse mehr als der weg zum arbeitsplatz, zum einkaufszentrum und wieder nach hause. der öffentliche raum ist ein wichtiger ort des sozialen lebens, da finden auseinandersetzungen statt, werden konflikte ausgetragen und lösungen gefunden. er muss deshalb offen sein für alle mitglieder der gesellschaft.

RTS will einen ort der unkontrollierheit schaffen, sich der vereinnahmung verweigern und die strasse als ort der kommunikation für alle zugänglich machen. RTS vereinigt leute aus verschiedenen subkulturen mit diversen identitäten und vielleicht ebenso vielen wiedersprüchen. doch was uns verbindet ist die unzufriedenheit mit den herrschenden verhältinissen und der mangel an freiräumen um gegenkulturen und vielleicht eine postkapitalistische perspektive zu entwickeln. denn soziale prozesse brauchen freiräume und sind nicht kontrollierbar. RTS ist nur eine von ganz verschiedenen erscheinungsformen freiräume zu schaffen. das bedeutete auch, das hier kein platz für jegliche herrschaftsformen wie sexismus, rassismus oder homophobie ist, denn RTS steht diesen unvereinbar gegenüber. und das alles wollen wir hier auf die strasse tragen, wir brauchen keine bahnhofsfeste, wir machen unsere eigenen partys.
RTS fragt: war das schon alles? wir könnten uns mehr vorstellen. her mit dem schönen leben.
alles für alle und zwar umsonst.


3. Medienbericht Stadtpolizei (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/10/27038.shtml)
„Reclaim the street“ – militante Demonstranten verursachen hohen Sachschaden
pid. Um 20.30 Uhr besammelten sich am Samstag Abend ca. 400 zum Teil vermummte Demonstranten zur Demo „reclaim the street“ im Monbijoupark in Bern. In einer angeheizten und mit Raketen und Petarden begleiteten Stimmung führte der Umzug über den Hirschengraben in die Innenstadt. Unterwegs brachten die Demonstranten Sprayereien an Fassaden an. Die Polizei hielt sich zuerst im Hintergrund. Von Beginn weg zeigten die Demonstranten keinerlei Verhandlungsbereitschaft. Als sie der Aufforderung, die Sachbe-schädigungen zu unterlassen, nicht nachkamen, verhinderte die Polizei in der Zeughausgasse den Weitermarsch des Umzuges in die untere Altstadt. Dabei wurde Gummischrot eingesetzt. Die Polizisten wurden massiv mit Steinen, Flaschen und Petarden beworfen. Eine Polizistin wurde dabei leicht verletzt. Die Militanten begingen weitere, massive Sachbeschädigungen: Sie zerschlugen die Sicherheitsgläser einer Bank und einer Bijouterie, verschmierten und beschädigten Autos und versprayten mehrere Fahrzeuge von Bern Mobil und Sandsteinfassaden. Daraufhin drängte die Polizei die Chaoten aus der Innenstadt, um weitere Sachschäden in der Altstadt zu verhindern. An der Kornhausstrasse brachen die Chaoten beim Vorbeigehen an mehreren Autos die Aussenspiegel ab. Im Altenbergquartier setzte die Polizei Reizstoff ein, um die Demonstration aufzulösen. Einige der Demonstranten kehrten in kleineren Gruppen in die Innenstadt zurück, ein Teil von ihnen verschwand in Richtung Reithalle, der Rest zerstreute sich. Im Verlauf der Kundgebung nahm die Stadtpolizei acht Demonstranten fest. Die aufgebotene Feuerwehr versuchte die frischen Sprayereien zu reinigen. Allerdings dürfte sich der Sachschaden trotzdem auf mehrere Zehntausend Franken belaufen. Der öffentliche Verkehr war ab 20.30 Uhr bis kurz vor Mitternacht behindert. Der private Verkehr wurde örtlich umgeleitet.
Polizeikommando der Stadt Bern

4. Medienbericht (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/10/27112.shtml)
Strassenschlacht bis Mitternacht
Polizei löst Demonstration auf – Zusammenstösse vor Stadttheater und BKW, in der Lorraine und beim Bundeshaus
Eine «mobile Strassenparty» ist zu den heftigsten Strassen-kämpfen Berns seit dem Anti-WEF-Krawall 2003 eskaliert. Gespenstische Szenen erinnerten an Bilder der 80er-Jahre – mit hartem Polizeieinsatz und schweren Jugendunruhen. Chronologie einer heissen Nacht.

Antifas, Anarchos, Punks sind da – aber auch Alternativfreaks, Rastas, Hip-Hopper und Partyvolk. Ausgeflippte wie Unscheinbare. Schweizer wie Secondos. 400 Jugendliche verschiedener Szenen sind es, die am Samstag um 20.30 Uhr im Monbijoupark zusammenfinden – zum ersten Berner «Reclaim the Streets» (siehe Kasten). Eine «mobile Strassenparty für subkulturelle Freiräume, Selbstbestimmung und lebendige Strassen für alle» solle es sein – und Protest «gegen Wohnungsnot, städtische Vertreibungspolitik und kapitalistische Verwertungslogik» auch. Auch in Thun und Biel wurde mit Plakaten geworben, auch Zürcher riefen im Internet dazu auf.

Tanzen, trinken und provozieren
Um 21 Uhr gehts los: Techno-Gewummer ab Musikwagen, Bier von einer mobilen Bar. Einige tanzen, viele trinken (viel). Die Stimmung ist zunächst ausgelassen, zunehmend aber auch gereizt, geladen. Vermummt sind nicht wenige, behelmt einzelne. Der unbewilligte Marsch zieht via Hirschengraben, Bundesgasse, Loeb-Egge, Schauplatzgasse zum Bärenplatz, wo einige Militante Feuerwerksraketen aufs Bundeshaus abfeuern, Knallkörper zünden. «Kommt zurück!» rufen Wortführer ihnen über Lautsprecher zu und lotsen den Umzug am Bundesplatz wie später auch an der Polizeikaserne vorbei, auf dass weitere Aggression ausbleibe.
Tatsächlich hinterlässt die «Party-Demo» bis dahin einen den Umständen entsprechend gewaltfreien Eindruck. Jedenfalls hat der Berichterstattende – von erheblichen Verkehrsbehinderungen und einigen Sprayereien abgesehen – keine Zwischenfälle festgestellt. Auch die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) schreibt von einer «abgesehen von vereinzelten Schmierereien zunächst friedlich verlaufenen Kundgebung». Als der Protestzug via Zeughausgasse um 22 Uhr dem Kornhausplatz zustrebt, greift die Polizei ein, ruft über Streifenwagen-Lautsprecher zur «sofortigen Auflösung» auf, ansonsten sie durchgreife. Es habe Sachbeschädigungen gegeben, so Sprayereien. Die zahlreichen Passanten werden polizeilich aufgerufen, den Platz zu verlassen – was die wenigsten tun. Viele wollen das Spektakel sehen.

Polizei treibt Menge über Brücke
Gespannte Ruhe – Minuten später beginnt der Polizeieinsatz. Vom Zeitglockenturm her treten Grenadiere an, in Vollmontur mit Schutzschildern und Mehrzweckwerfern, Einsatzwagen im Rücken. «Leichter Laufschritt» wird befohlen, auf die Demonstranten zu. Petarden und Flaschen fliegen gegen die Polizei. Die Demo zieht sich zurück auf die Kornhausbrücke – gefolgt von der Polizei, die sie weitertreibt, über die Brücke ins Nordquartier. So verhindert die Polizei eine grössere Konfrontation auf dem Kornhausplatz, die viele Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen hätte; der grosse Knall findet anderswo statt.
Auf dem Viktoriaplatz kommt es zu heftigen Zusammenstössen, in deren Folge die Polizei die Menge auseinander treibt – mit Tränengas und einem Gummischroteinsatz, nach dem der Platz förmlich mit Projektilen übersät ist. Damit beginnen zwei chaotische Stunden, in denen sich Militante und Polizei Scharmützel liefern. Wobei die Polizei offensichtlich primär auf Distanzhalten und Vertreiben aus ist, nicht auf Festnahmen; jedenfalls schwärmen keine Greiftrupps aus.
22.40 Uhr: Ein Teil der in die Vordere Lorraine ausgewichenen Demonstrierenden zieht ab Richtung Reitschule. Versprengte Gruppen aber bilden im Schutz des Dunkels von Quartiernebenstrassen einen neuen, etwa 150 bis 200 Köpfe zählenden Block, der beim «Du Nord» auf die inzwischen angerückte Polizei stösst. Unter einem Einsatzwagen detoniert eine Petarde, ein Vermummter wirft einen Stein gegen ein vorbeibrausendes Patrouillenfahrzeug, wobei eine Scheibe splittert. Reifen quietschen, Jugendliche johlen, Reizgas und Gummischrot vertreiben sie.

Bundesplatz im Tränengasnebel
«Hoch die antinationale Solidarität!» skandierend zieht die Menge via Schänzlihalde–Kursaal zurück zur Kornhausbrücke. Es gelingt ihr, in die Innenstadt zu marschieren und unbehelligt durch Marktgasse und Amthausgasse bis nahe an den Bundesplatz vorzustossen – wo sie die Polizei aber schon erwartet.
Bizarre Szenen sind da zu sehen. Da wird etwa eine Tränengaspetarde von Demonstranten Richtung Polizei zurückgeschleudert – worauf ein Polizist sie weg-«tschuttet» in Richtung von Passanten; in der Folge bekommen etwa auch einige Schachspieler auf dem Bärenplatz den beissenden Nebel in die Lunge. Oder da ist die Zweifrontenabwehr, die die Polizei auf dem nunmehr in Gas getauchten Bundesplatz zeitweise führen muss – weil auch vom «Bellevue Palace» her ein Pulk Demonstrierender durch die Kochergasse zum Platz vorstösst.

Von Leidenschaft und Zerstörung
Um 23.30 Uhr klingen die Strassenkämpfe ab. Der militante Rest zieht nun ebenfalls in die Reitschule. Um 24 Uhr steht die Polizei dort, vis-à-vis der Reitschule, mit starker Präsenz bereit, allfällige erneute Ausbrüche im Keim zu ersticken. Ruhe kehrt ein – und um 1.08 Uhr mailt die Stadtpolizei den Medien ihre Bilanz: Von «massiven Angriffen» auf die Polizei, einer leicht verletzten Polizistin, acht Festgenommenen ist die Rede. Und von «massiven Sachbeschädigungen», konkret: Sicherheitsgläser einer Bank und einer Bijouterie wurden zerschlagen, Sandsteinfassaden und Autos besprayt, Bernmobil-Fahrzeuge beschädigt, an parkierten Fahrzeugen Spiegel abgebrochen. Der Sachschaden sei «hoch», insgesamt schätzungsweise «mehrere Zehntausend Franken».
Eine Bilanz der Demoleitung, so es denn eine gab, liegt nicht vor. Indes wurden noch nachts Zettel mit Parolen an Mauern geklebt. «Aus der Zerstörung der Leidenschaft entsteht die Leidenschaft zu zerstören», steht da. Kein gutes Omen.

«Reclaim the Streets» (RTS)
Party und Protest, karnevaleske Intervention als Akt politischer Agitation – das ist die Idee von «Reclaim the Streets» («Erobert die Strassen zurück»), kurz RTS. Diese kurzfristig organisierten Demo-Partys wurden Ende der 90er-Jahre in der Antiglobalisierungsbewegung geboren.
1999 (London) erreichte RTS Europa – auch die Schweiz, wo sie als Mittel des Protests für «subkulturelle Freiräume» entdeckt wurden. In Zürich kam es 2003 und 2004 zu Konfrontationen mit der Polizei. In Bern wurde ebenfalls schon 2003 für RTS mobilisiert, doch blieb der Aufruf damals ungehört. (rg)

5. Pressemitteilung Partei der Arbeit & Grünes Bündnis Bern (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/10/27106.shtml)
Die Partei der Arbeit Bern (Pda) und das Gründe Bündnis Bern (GB) haben je eine Pressemitteilung zur RTS geschrieben.
Pressemitteilung der Partei der Arbeit Bern zu „reclaim the streets“ vom 23.10.04
Unverhältnismässiger Polizeieinsatz
Einmal mehr kam es an einer friedlich verlaufenden Kundgebung, welche kulturelle Freiräume und Toleranz gegenüber Subkulturen forderte, zu Scharmützeln zwischen den Polizeikräften und DemonstrationsteilnehmerInnen. Wer setzte hier auf Eskalation?
Nachdem der Demonstrationszug unter den Klängen eines Party-Wagens friedlich beim Kornhausplatz eingetroffen war, wurde er von einem massiven Polizeiaufgebot in Vollmontur über die Kornhausbrücke Richtung Viktoriaplatz abgedrängt. Anschliessend setzte die Polizei im Nordquartier mehrmals Tränengas und Gummischrot ein, obschon sich die Aggressionen der Demonstrierenden einzig auf die viel zu nah auf den Demozug aufrückende Polizei (was mit der viel beschworenen Deeskalationsstrategie herzlich wenig zu tun hat) richtete. Spätestens mit dem Abdrängen der Demonstration in die Lorraine offenbarte sich eine klare polizeiliche Strategie: Die Demonstrierenden sollten über die Lorrainebrücke in die Reithalle getrieben werden, damit diese einmal mehr ins Zentrum von Auseinandersetzungen gerückt werden könnte. Dass dieses Kalkül nicht aufging, ist dem Umstand zu verdanken, dass die Demonstrierenden auch im Tränengasnebel nicht ihren politischen Verstand verloren. Bei ihrem Reizgas- und Gummischroteinsatz nahm die Polizei auch keine Rücksicht auf PassantInnen und AnwohnerInnen.
Unseres Erachtens taugt die Strategie der Polizeikräfte nur dazu, durch ihr martialisches Auftreten „Ausschreitungen“ zu provozieren, was jedoch – schaut man das vom Gemeinderat einstimmig gutgeheissene neue Demo-Reglement an – durchaus beabsichtigt scheint. Politische Kräfte, welche sich kritisch mit den herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen auseinandersetzen, sollen offensichtlich bewusst in Misskredit gebracht werden. Durch eine einseitige Berichterstattung – gestützt auf ein Pressecommuniqué der Polizei – wird der Versuch unternommen, dieser Bewegung jeden Anspruch auf politische Forderungen abzusprechen.
PdA Bern

Pressemitteilung Grünes Bündnis Reclaim the City: Polizeieinsatz ungerechtfertigt und nicht nachvollziehbar
Die Grüne Partei Bern – Demokratische Alternative GPB-DA stellt fest, dass das Strassenfest „Reclaim the City“ von Samstagabend vom Monbijoupark bis zum Kornhausplatz völlig friedlich ablief. Eine neue Situation entstand auch auf dem Kornhausplatz nicht. Der Polizeieinsatz dort und in der Grabenpromenade, die Verfolgung der „Reclaimer“ über die Kornhausbrücke, den Viktoriaplatz, durch das Lorrainequartier und zurück in die Innenstadt, der intensive Einsatz von Gas und Gummischrot war darum nicht nachvollziehbar und stellte seitens der Polizei eine eigentliche Aggression dar. Die nachfolgenden, angesichts der polizeilich geschaffenen Lage erstaunlich geringen, Schäden und Auseinandersetzungen waren Folge dieses Verhaltens.
Es ist für die GPB-DA offensichtlich, dass die Polizei und deren verantwortliche operative und politische Leitung vor den Wahlen und der Behandlung des Demonstrationsreglements einen Konfrontationskurs suchten, der die schon zuvor strapazierte „Deeskalationstaktik“ zur Phrase verkommen lässt. Die RGM-Gemeinderatsmehrheit ihrerseits hat sich ein weiteres Mal als unfähig und unwillig erwiesen, derartigen Manövern entgegenzutreten.
Solches polizeiliches und politisches Verhalten ist verantwortungslos und gefährlich. Die Kleber, die auch der „Bund“ in seiner heutigen Berichterstattung erwähnt,
„Aus der Zerstörung der Leidenschaft entsteht die Leidenschaft zu zerstören“, sollten jenen zu denken geben, die ihre Verantwortung missbrauchen oder zum Schaden der Grundrechte nicht wahrnehmen.
GB Bern