Farbe gegen rassistische Hetze der Mobiliar Thun

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/12/28118.shtml)
Farbanschlag auf die Mobiliar
Vom Samstag dem 27.11. auf den Sonntag 28.11
wurde die Mobiliar in Thun wegen ihrer rassistischer Hetzte gegen Personen aus dem Balkan eingefärbt.

vollständiger text siehe links:
In der Nacht vom Samstag 27.11.2004 auf Sonntag 28.11.2004 wurde auf die Mobiliar Versicherung in Thun ein Farbanschlag verübt. Der Grund der Tat ist die rassistische Hetze gegen Menschen mit Nationalität östlich von eutschland, Österreich und Italien.
Wir denken, es ist falsch einen Mensch nur auf Grund seiner Nationalität auszuschliessen und zu verachten. Denn eine Menschengruppe auszuschliessen ist rassistisch, obwohl dies die Mobiliar vehement bestreitet. Wir wehren uns gegen die Vorurteile, welche in der Gesellschaft existieren und denken ein Mensch sollte individuell und neutral betrachtet werden. Den solche kategorisch aussgeschlossene Menschen haben gar nicht erst die Chance sich als ?gut? zu erweisen. Die Statistiken, welche die Mobiliar als Argument für ihre Aktion nimmt, sind von zu wenig Gesichtspunkten betrachten. So kann nicht eindeutig gesagt werden, dass die Mehrheit der Raser aus dem Balkan stammen. Denn ein grosser Teil der 18-25 jährigen Raser stammen aus der Schweiz und für diese gilt kein genereller Ausschluss.
Wir denken, dieses Problem einfach auszuschliessen, ist nicht die richtige Art es zu beheben. Dies führt zu einem noch unsolidarischeren Verhalten zwischen Schweizern und Ausländern, was sehr zu bedauern ist.
Die folgenden Berichte, welche Leserbriefe aus dem Blick sind, zeigen dass auch die Bevölkerung unsere Meinung unterstützt.

Mobiliar meiden
Wie kann man nur so was machen und ganze Völker ausschliessen, nur weil unsere Strassenverkehrsgesetze für Neulenker zu wenig strikt sind? Dabei gäbe es andere Möglichkeiten, um diese Randgruppen auszuschliessen. Ich fordere alle auf, Schweizer und Ausländer, nachzudenken, ob sie mit der Mobiliar bei der richtigen Gesellschaft versichert sind. Malandro Chaveta, Ittigen

Immer sind «Jugos» schuld
Ich finde es traurig, das wir alle in ein Topf geworfen werden. Ich fahre seit 18 Jahren schadenfrei. Mobiliar zeigt damit, wie schlecht ihre Versicherung geht. Aber wir können nichts dafür. Sie haben sicher interne Probleme und jetzt haben wir Schuld. Macht nichts. Es gibt immer eine Lösung, wir arbeiten auch daran, wir schlafen nicht.
Qorraj Enver, Zollikofen
Auch Schweizer rasen Stammtischpolitik ist im 21. Jahrhundert wirklich fehl am Platz. Es gibt auch Schweizer, die rasen (bin Versicherungsberater).
Patrick Spehler, Moosseedorf

Mobiliar diskriminierend
Dass die Mobiliar keine Leute aus dem Balkan mehr aufnehmen will, ist iskriminierend. Genauso diskriminierend wäre eine Unterscheidung in Blauäugige und Braunäugige. Ich komme aus Kroatien und ich hatte noch nie einen Unfall oder jemals das Billet abgegeben und trotzdem bezahle ich einiges mehr an Versicherungsgebühren, nur weil ich nicht der «richtigen» Nationalität angehöre!
Igor Rusan, Steinhausen

Rassismus der Mobiliar
Was die Mobiliar macht ist Rassismus, schliesslich kann man fahrunfähige Leute mit höheren Stufen (Bonus/Malus) bestrafen, egal welcher Herkunft. Übrigens ist das wohl eher ein Integrationsproblem als ein monetäres Problem.
Toma Slovenec, Aarau

Das ist Rassismus
Die Schweiz suhlt sich im Rassismus! Zuerst die unsinnige Kopftuchgeschichte, wo selbst die von mir immer bewunderte Migros mitmischeln musste und nun die Mobiliar, die eine ganze Völkergruppe ausschliesst und alle zu Rasern abstempelt! Und dann gibt es tatsächlich noch Menschen, die behaupten, sie seien keine Rassisten!
Heidi Ulrich, Ulverton, Québec, Kanada

Alle in einen Topf!
Mit Recht empören sich die Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, denn man darf nicht alle in einen Topf werfen. Auch unter uns Auslandschweizern gibts schwarze Schafe. Es wäre vernünftiger, wenn die Versicherungen allen Rasern die Haftpflicht-Versicherung verweigern würden, das wäre korrekt.
Peter Mathys, San Jose, Philippinen
Es sollte sich jeder Mensch selbst überlegen, wie er sich fühlen würde, wenn er zufällig in solch einem Land geboren wäre und deswegen ausgeschlossen würde.
Freundlich grüsst die
AAWG? Autonome Antirassistische Widerstands Gruppe

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