1. Mai

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/demix/2006/05/40556)
Wir haben in diesem Jahr wieder für den 1. Mai in Basel, Bern und Zürich mobilisiert. Unser gemeinsames Plakat stand unter den Parolen: „Die Angriffe des Kapitals stoppen“ und „Gemeinsame Zukunft ohne Krieg und Ausbeuter!“.
In Bern demonstrierten ca. 1000 Leute in der Innenstadt. Als hauptsächliche Inhalte wurden der Kampf gegen die Privatisierung der Swisscom und die allgemeine Lohnpolitik thematisiert. Der revolutionäre Aufbau Bern war mit seinen BündnispartnerInnen mit einem kleinen Block präsent.

In Basel nahmen an der 1.Mai-Demo gut 2’500 Menschen teil, der revolutionäre Block zählte 250 Personen. An der Schifflände bog der Block zu einer kurzen Demoverlängerung ab, um beim Marktplatz wieder zur Schlusskundgebung zu stossen. Kapitalist Hellweg und Kriegstreiber Rumsfeld wurden als Stoffpuppen, die die Welt in Ketten legen, im Block mitgeführt. Auf dem Marktplatz befreite die Demo letztere aus den Händen der Ausbeuter und verbrannte symbolisch dieselben.

In Zürich besammelte sich die traditionelle Demonstration ab 09:30 am Zentral. Eine lange, kämpferische Demo zog nach 10 Uhr durch die Innenstadt zum Helvetiaplatz. Der revolutionäre Block, neben uns auch aus weiteren zürcherischen Kräften und aus türkischen-kurdischen Organisationen, war sehr gross und lautstark. Es wurden während der ganzen Demonstration Parolen gerufen und Reden gehalten: Solidarität mit den Streikenden ImmigrantInnen in den USA, gegen das Asylgesetz und Ausländergesetz, Solidarität mit den ArbeiterInnen von Swissmetal und die Strei von Gate Gourmet in London Heathrow, gegen die Revision des Gesetzes zur inneren Sicherheit (Hooligangesetz). Auf dem Dach des Tramhauses am Paradeplatz fand eine satirische Gesangseinlage statt: ein Chörlein aus Kapitalisten, sang ein Hohelied auf den Arbeitsfrieden.

Auf dem Helvetiaplatz angekommen, haben wir das Kanzlei-Areal als revolutionären Treff, belebt. Neben einer Ausstellung und Informationsständen auf dem Areal konnten wir auch unter grossem Hallo den Böögg als Gast empfangen. Später gingen sehr viele Leute (zeitweise waren es an die 3’000) weiter zu verschiedenen Kundgebungen. Zuerst zum Bezirksgebäude, wo auf die Repression und die drohende Ausschaffung des Genossen Erdogan (in Basel) hingewiesen wurde. Danach sind wir als Demonstration zur Berufsschule gezogen, an der Militär-/Lagerstrasse. Dort haben SchülerInnen über den Bildungsabbau und die Perspektivlosigkeit der Jugend im Kapitalismus gesprochen. Die Demonstration wurde von der Polizei daran gehindert durch die Unterführung an der Langstrasse zu gehen und wurde zum Kanzleiareal zurück gedrängt, wo sie dann von der Polizei mit Wasserwerfern angegriffen wurde. Dennoch konnten weitere Kundgebungen stattfinden, so eine an der Josefstrasse, wo sie das Büro des Swissmetal CEO’s Hellweg befindet. Dieses wurde symbolisch verbarrikadiert und Solidaritäts-Grüsse nach Reconvilier geschickt.
Bei der Sihlporte wurde eine Kundgebung vor der indischen Fluggesellschaft abgehalten, in Solidarität mit den maoistischen Kämpfenden der Volkskriege in Indien und Nepal. Fast am gleichen Ort befindet sich auch die Schweizerisch-Amerikanische Handelskammer und ein Büro der Esso, deshalb wurde dort auch auf die Kriegstreiber und -profiteure hingewiesen. Während dieses Communiqué verfasst wird, laufen die Aktionen weiter. Infos unter: http://www.1mai06.ch

Die Strategie der Polizei war offensichtlich: jeder starke politische Ausdruck wird ohne Ausweg abgeblockt. Was sie damit provozieren, ist Krawall. Dieser wird dann als unpolitisch abqualifiziert.
Der 1.Mai als Kampf- und Festtag der ArbeiterInnen lässt sich trotzdem nicht abwürgen.

Revolutionärer Aufbau Schweiz

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