Fixerzelt-Aktion

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2007/04/48739.shtml)
Medienmitteilung der Gassennahen Institutionen : Offenes Fixerzelt II
Werte Medienschaffende,
Vor nun fast einem Jahr, im August 2006 haben wir auf dem Kleeplatz ein offenes Fixerzelt eingerichtet, um den prekären Bedingungen rund um die Anlaufstelle entgegenzuwirken.
Tatsächlich wurden bald darauf neue Konsumplätze eingerichtet. Doch kurz darauf wurde der Einlass radikal eingeschränkt: Trotz Aufstockung der Konsumplätze ist durch die Einlassbeschränkungen der Zutritt nur noch für 100 Personen gewährleistet. Wer draussen warten muss, ist den Blicken der PassantInnen und der Polizei völlig exponiert. Parallel dazu wurde von der Stadt die Repression auf der Gasse massiv verstärkt. Durch den zusätzlichen Repressionsdruck, verlagern sich die KonsumentInnen vermehrt in die Wohnquartiere. Nach wie vor gefährdet eine städtisch provozierte Drogenszene das Projekt Reithalle.
Nach wie vor, müssen viele Drogenabhängige unter unhaltbaren Bedingungen konsumieren. Die Schadensminderung ist nicht gewährleistet.
Die offizielle „Erklärung“ wonach die Überlastung in Bern mit der fehlenden Anlaufstelle in Thun begründet wird ist falsch (wie dies bereits eine von der Stiftung Contact in Auftrag gegebene Studie belegt: http://www.infodrog.ch/txt/brr/EvalKuABern.pdf ).
Wir wiederholen heute, Samstag diese Aktion und fordern nach wie vor:
Die Schadensminderung muss jederzeit, für alle DrogenkonsumentInnen gewährleistet sein, in Bern, wie in Thun, wie überall! Schadensminderung heisst…

• Preisgünstiges und gesundes Essen
• Professionell überwachter Injektions- und Inhalationsraum
• Medizinischer Pflegedienst mit Arztsprechstunde
• Psychosoziale Betreuung und niederschwellige Beratung
• Angebote im Hygienebereich
• Abgabe und Umtausch von Spritzen und Nadeln und Injektionshilfsmaterial
• Abgabe von Präservativen
• Niederschwellige Freizeitangebote
• Externe Begleitungen, Besuche und Triagen

…für Alle!

  | | |