Aktion gegen Euro08

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/06/60768.shtml)
Heute Freitag (06.06.2008) fand auf dem Bundesplatz eine Aktion des Komitees Offside08 statt. Dies anlässlich des dort stattfindenden Walzertanzes im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten zur Euro08.
Um die freundschaftlichen Beziehungen zu unserem Mitaustragungsland Österreich medienwirksam zu bekräftigen, präsentiert sich der Bundesplatz heute am Eröffnungsfest der Euro08 als Tanzfläche für Walzerbeigesterte.
Tatsächlich gibt es einige Gemeinsamkeiten zwischen dem Wiener Walzer und der Euro08. Als Prestigetanz der Schönen und Reichen ist der Wiener Walzer der Wohlstandsschicht vorbehalten. Wer sich nicht anpasst und kein Geld für die nötige Garderobe hat, wird ausgeschlossen.

Ähnlich geht es auch an der Euro08 zu und her: Die Stadt muss wie ein Tanzsaal erstrahlen. Alles, was nicht in diesen Sauberkeits- und Präsentierwahn hineinpasst wird weggewiesen, verdrängt, verprügelt oder sonstwie unsichtbar gemacht. Die Euro08 stellt sich gerne als Volksfest dar und will alle glauben machen, ein Teil davon zu sein. Die Taktik geht auf: Fast alle machen mit bei der Zwangseuphorie, obwohl vielen in Wahrheit Nachteile aus dem Uefa-Fest erwachsen. Leidtragende des Uefa-Rummels gibt es viele (wie etwa Lärmgeschädigte, SteuerzahlerInnen, sogenannt „Randständige“, etc.).
Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, begab sich eine weitere Gruppe auf die Tanzfläche. Diese setzte sich aus den Leidtragenden und den ausführenden Sicherheitskräften der UEFA zusammen. Im Walzertakt tanzten diese zusammen, wobei die Sicherheitskräfte in gewohnter Manier für Ruhe und Ordnung schauen mussten. Auf die Leidtragenden wurde symbolisch mit Knüppeln eingeschlagen, um darzustellen wie der heutige Sicherheitsapparat mit „unliebsamen Gästen“ umgeht. Dies wird nicht die letzte Aktion gewesen sein. Solange es Menschen gibt, die ein Fussballtournier als Vorwand benutzen um sich auf Kosten der Bevölkerung die Taschen zu füllen, wird es auch Widerstand dagegen geben.

Vielfalt statt Gleichschritt!

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