Archiv für Neue Soziale Bewegungen
Aktionsreihe Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Aktionsreihe Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Inhalt:
1. Communiqué
2. Bilder

1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2010/09/77672.shtml)
In den letzten zwei Monaten wurden drei Aktionen durchgeführt, die auf den wachsenden Sicherheitswahn und seine Folgen aufmerksam machen sollen. Der Satz „Freiheit stirbt mit Sicherheit“ ziert zwei Autobahnbrücken in Bern sowie ein Transparent, das in der Nacht vom 20. zum 21. September am Neufeldtunnel aufgehängt wurde. Zudem wurde in Bern und Lausanne mehrfach ein Motiv eines richtenden Polizisten gesprayt.

Communiqué zur Aktionsreihe Freiheit stirbt mit Sicherheit!
In den letzten zwei Monaten wurden drei Aktionen durchgeführt, die auf den wachsenden Sicherheitswahn und seine Folgen aufmerksam machen sollen. Der Satz „Freiheit stirbt mit Sicherheit“ ziert zwei Autobahnbrücken in Bern sowie ein Transparent, das in der Nacht vom 20. zum 21. September am Neufeldtunnel aufgehängt wurde. Zudem wurde in Bern und Lausanne mehrfach ein Motiv eines richtenden Polizisten gesprayt.
Mit diesen Aktionen wollen wir die Leute anregen, über das Verhältnis von Kontrolle, Überwachung und Sicherheit nachzudenken. Denn unserer Meinung nach ist der Sicherheitswahn konstruiert von Instanzen, deren Hauptinteresse es ist, die Bevölkerung zu kontrollieren und Machtverhältnisse aufrecht zu erhalten. Dazu werden Feindbilder geschaffen wie z.B. gewalttätige Jugendliche, straffällige AusländerInnen, TerroristInnen oder amoklaufende RentnerInnen. Die Angst der Bevölkerung wird ausgenutzt, um die Polizeipräsenz zu erhöhen, Fichen anzulegen, biometrische Datenbanken zu erstellen und überall Kameras und andere Überwachungsmechanismen einzurichten.

Die Sicherheit nimmt in Wahrheit nicht zu, Gewalt gibt es heute wie vor 100 Jahren. Repression ist kein sinnvolles Mittel, das Zusammenleben in der Gesellschaft zu verbessern. Sie führt zum Ausbau eines Machtapperats, der an sich zu hinterfragen und kritisieren ist. Für die Ordnungshüter gelten nicht dieselben Rechte wie für den Rest der Bevölkerung. PolizistInnen können andere Menschen verletzen oder töten, ohne mit grossen Konsequenzen rechnen zu müssen. Angeklagte PolizistInnen werden in den wenigsten Fällen als schuldig verurteilt. Dies ist ein Sicherheitsverlust, der beunruhigen sollte.
Nach den Ursachen für Gewalt wird nicht einmal gefragt. Diese liegen in unserer Gesellschaft, einer Wirtschaftsdiktatur, in der Gewinn über Solidarität steht. Eine Gesellschaft, in der Freiheit verstanden wird als das Recht der Reichen, die Macht des Geldes auszunutzen, um Menschen, Tiere und die Erde auszubeuten.

Wir lehnen jegliche Kontrolle und Repression ab, Sicherheit für alle kann es nur durch Freiheit geben! Freiheit bedeutet, tun und lassen zu können was man will, solange niemand anderem Schaden zugefügt wird. Wir wollen die Welt neu organisieren, ohne Profit und Ausgrenzung. Wir wollen eine solidarische Welt auf den Ruinen der Staaten aufbauen. Wirkliche Freiheit kann nur erreicht werden, wenn die Menschen sich selbst befreien.
Uns ist bewusst, dass unsere Aktionen nichts an diesen Verhältnissen verändert, jedoch hoffen wir durch diese Aktionsformen andere Menschen zum nachdenken bewegen zu können.
Wir sehen in diesem System keine für uns geeiegnete Plattform unsere Anliegen kund zu tun.
Für Freiheit mit Sicherheit
Freiheit für alle Gefangenen in den Zellen und im System!!!

Freundliche Grüsse:
Aktion Freiheit stirbt mit Sicherheit


2. Bilder (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2010/09/77672.shtml)