Freiheit für Rojava Internationalist*innen

Inhalt:
1. Aufruf
2. Communiqué


1. Aufruf (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2016/04/97082.shtml)
Stopp die kriminalisierung! Freiheit für die inhaftierten Internationalist*innen!
Freiheit für die vier Internationalisten, die am 25. März in Duhok (Stadt in der von der KDP regierten Region im Norden des Irak) von Barzanis Polizei verhgaftet wurden.
Lars (D), Pawel (PL), Thomas (FR) und Pierre (FR) wurden auf dem Weg nach Rojava bei einem KDP-Kontrollpunkt von Barzanis Truppen festgenommen. Bis heute hat man keine genaueren Angaben über ihren Zustand oder Aufenthaltsort!
Ein verletzter Mann aus Italien wurde in den vergangenen Tagen aus der U-Haft entlassen. Dies durch erhöhten Druck von Seiten Italienischen Medien und dem Italienischen Konsulat in Erbil.
Auch Beriwan Al Zin, die Abgeortnete der dieLinke-Fraktion aus Hamburg wurde nach ihrem Besuch in Rojava von KDP Truppen verhaftet und für 14 Tage im Frauenfgefängnis in Erbil festgehalten. Erst heute konnte sie das Gefängnis verlassen, dies nachdem diverse Privatpersonen und vereinzelte Angehörige des Auswärtigen Amtes sich für ihre Freilassung eingesetzt hatten.
Wir als Internationalist*innen und Rojava Unterstützer*innen müssen gegen diese Versuche -die Solidarität durch Repression zu verhindern- aktiv werden. Nicht nur Erdogan hat etwas gegen ein autonomes Rojava, auch Barzani sieht dadurch sich und sein Reich bedroht.
Zu diesem Anlass treffen wir uns morgen erstmalig um 17:30Uhr auf dem Thunplatz um gemeinsam gegen die Politik von Barzani & KDP zu protestieren!
Mittwoch | 06.04.2016 | 17:30 Uhr | Thunplatz | Bern



2. Communiqué(Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2016/04/97087.shtml)
Heute Mittwoch fanden wir uns beim Thunplatz ein, um vor dem Konsulat der von der KDP regierten Region des Iraks gegen die Inhaftierung von Unterstützer*Innen Rojavas zu protestieren.
In der von Barzanis KDP regierten Region wurden mehrere Unterstützer*Innen, welche nach Rojava reisen wollten, verhaftet. Noch vier Internationalisten aus Deutschland, Frankreich und Polen befinden sich in Haft. Barzanis KDP verfolgt eine Politik gegen das revolutionäre Rojava und ist in keinster Weise mit dem fortschrittlichen Projekt der autonomen Demokratie in Rojava vergleichbar. Durch ein Embargo wird verhindert, dass Waren nach Rojava (Westkurdistan) gebracht werden. Präsident Barzani verfolgt eine nationalistische, patriarchale und kapitalistische Politik.
Heute zeigten wir unsere Solidarität mit den Inhaftierten Internationalisten.
Bei der Botschaft angekommen wurde die Kundgebung von der Polizei umstellt und die anwesenden Personen kontrolliert. Es ist bereits das 2. Mal innerhalb von sieben Tagen, dass die Polizei den legitimen Protest im Botschaftsviertel schikaniert und die Teilnehmenden kriminalisiert. Die Sprache des Staates ist deutlich: Jeglicher Protest vor den Auslandsvertretungen stört und soll unterbunden werden. Einmal mehr zeigt sich, auf welcher Seite die Polizei steht: Auf jener, der Unterdrückung!
Für uns ist klar: Wir werden auch weiterhin vor den Botschaften präsent sein und unseren Unmut und unsere Solidarität kund tun.

Freiheit für:
Lars Franz Schneider
Pawel Bazan
Thomas Locquet
Pierre Christophel
Stopp die Repression gegen Rojava – Hoch die internationale Solidarität!

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