Archiv für Neue Soziale Bewegungen
Sabotage und Farbe gegen Tierausbeutung

Sabotage und Farbe gegen Tierausbeutung

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://barrikade.info/Angriff-auf-zwei-Standorte-der-Tierausbeutung-097)
Zwischen dem 5. und 7. April haben wir in Bern zwei Standorte der Tierausbeutung angegriffen. Indem wir die Eingänge unzugänglich gemacht und unsere Botschaft mit Farbe hinterlassen haben, haben wir unseren Widerstand sichtbar gemacht. Ziel unserer Aktion ist es unter anderem, den geordneten Betrieb dieser Institutionen zu stören und auf die Unterdrückung der Tiere aufmerksam zu machen. Wir haben diese zwei Standorte (Meinen­ Metzgerei und eine Geschäftsstelle von Proviande) stellvertretend für die gesamte Industrie ausgewählt, um folgende problematische Zusammenhänge aufzuzeigen:
Die Lobbyorganisation Proviande investiert jährlich Millionen in Werbung und führt aufwendige Kampagnen, um ihre Produkte möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Proviande macht auf ihrer Website zum Beispiel kein Geheimnis daraus, dass es ihr in erster Linie um “die Förderung eines positiven Images des Nahrungsmittels Fleisch und damit zur Förderung des Absatzes von schweizer Fleisch und Fleischwaren im In- und Ausland.”
Auch den kleineren Unternehmen, wie der Meinen- Metzgerei, geht es darum, vom Konsum von Fleisch und Fleischprodukten zu profitieren.

In der Schweiz werden jedes Jahr insgesamt über 62 Millionen Schweine, Rinder und Hühner für die Herstellung tierischer Produkte getötet. Durch diese Ausbeutung leiden die Tiere an unterschiedlichsten Krankheiten, ihre Lebenszeit wird massiv verkürzt und sie können ihr natürliches Sozialverhalten nicht ausleben. Milchkühe werden ab ihrem zweiten Lebensjahr permanent zwangsgeschwängert. Ihre Kinder werden ihnen nach der Geburt entrissen, damit Menschen die Milch konsumieren können.
Wir streben eine Gesellschaft an, in der alle Menschen und Tiere ihren Bedürfnissen entsprechend leben können.
Wir hinterfragen die bestehenden Zustände und setzen uns für eine Gesellschaft ein, in welcher Probleme und Herausforderungen gemeinsam angegangen und gelöst werden und vielfätige, starke Kollektive aufgebaut werden.
Lasst uns alle emanzipatorischen und antiautoritären Kämpfe verbinden um gemeinsam die bestehenden Verhältnisse zu zerstören und die Organisation unserer Gesellschaft gemeisam in die Hand zu nehmen!