Graffiti Antwort auf staatliche Zensur & Repression

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://barrikade.info/article/2584?)
In der Nacht vom 3.auf den 4. September haben wir eine Wand bei einer Zugbrücke vor der Reitschule mit einem neuen politischen Bild versehen. Es ist eine Antwort auf einen Zensurversuch der Stadt gegen ein vorheriges Graffiti gegen Repression.

Bereits letzte Woche wurde die Wand mit einer klaren Botschaft verschönert „Kampf der Repression“. Die Grüße und Gedanken hinter dem Bild richteten sich an all jene, die von Repression betroffen sind oder durch staatliche Gewalt starben. So zum Beispiel Carlo Giuliani, Alexis Grigoropoulos und viele mehr. Auch wurde auf Exarchia verwiesen, wo der Staat momentan versucht die starken, selbstorganisierten Strukturen anzugreifen.
Tagtäglich verursacht staatliche Gewalt Leid auf dieser Welt. Die Folgen sind Tote, Verletzte, Vertriebene und Menschen, welche unter den psychischen Folgen von Repression leiden. Die Mächtigen wollen nicht, das sich Strukturen bilden, welche ohne Staat und Herrschaft auskommen. Um ihre Herrschaft durchzusetzen, lassen sie ihre Prügeltrupps los, die alle Hoffnung auf eine bessere Welt im Keim ersticken sollen. Aus diesem Grund müssen solche politischen Botschaften, wie die der besagten Wand, als Zeichen des Widerstandes im öffentlichen Raum sichtbar sein.

Nun ist es schon belustigend zu sehen, was solche Bilder bei der Stadt und der Kapo auslösen können. Nach gerade einmal 4 Tagen wurde das Bild am Dienstagmorgen von der Stadt übermalt. Anscheinend dürfen Ideen und Bilder, welche den Staat und seine Diener*innen in Frage stellen nicht den Besucher*innen der Reitschule zu Gesicht kommen. Grund genug für uns noch am selben Abend ein neues Bild zu sprühen und der Stadt und der Kapo eine neue Botschaft zu senden. „NO JUSTICE, NO PEACE…“ und „Lava für Stawa“.
Wir werden uns von der Polizei nicht einschüchtern lassen und weiterhin unsere Botschaften in die Öffentlichkeit tragen. Auch wenn unser Bild ebenfalls übermalt werden sollte, so werden wir gemeinsam eine neue Botschaft senden.
Der Staat und und seine Handlanger*innen gehören überwunden!

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