Graffitiaktion Alles klar Herr Kommissar?!

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://barrikade.info/article/3703)
Am Abend des 29.06.20 haben wir, Einzelpersonen mit befreundeten Crews, den Brückenpfeiler bei der Reitschule neu gestaltet. Repression betrifft uns alle ob an Demos, beim Sprayen oder anderen Aktionsformen oder einfach beim Existieren mit «falschen» oder fehlenden Papieren. Der Staat will uns zu verstehen geben, dass wir uns dem kapitalistischen, patriarchalen und rassistischen Zwang unterwerfen sollen. Wir sagen es reicht uns!

Mit dem neuen Polizeigesetz startet ein neuer Versuch der Einschüchterung und der weiteren Einschränkung von unbequemen Meinungen. Dies schreckt uns nicht ab, sondern bringt uns zusammen. Zusammen sind wir stärker und wir werden im Grossen, sowie im Kleinen kämpfen, denn wir nehmen dies nicht einfach so hin.
Die neuen Gesetze sollen die Polizei stärken. Jene Polizei, bei der Rassismus und Sexismus fester Bestandteil der Institution ist. Beispiele dafür sind rassistische Kontrollen oder Repression und sexistische Einschüchterungsversuche bei Demonstrationen.
Mit diesem Bild zeigen wir: Wir lassen uns nicht unterkriegen, weder auf Demonstrationen, noch auf den Strassen beim Sprayen oder im Stadion. Wir solidarisieren uns mit allen, welche tagtäglich gegen Rassismus und Sexismus kämpfen oder davon betroffen sind.

Noch bevor wir diese Aktion veröffentlichen konnten, reagierte der Staat mit Zensur. Es begann bereits am Abend der Aktion, mit einem Einschüchterungsversuch der Polizei, welche für zwei Stunden auf der Schützenmatte Präsenz markierten. Zwei Tage darauf wurde der Brückenpfeiler neu grundiert und somit, die darin enthaltene Staatskritik, zensiert. Dies geschah schon einige Male.
Diese Reaktion zeigt uns einmal mehr, dass Staatskritik in unserer Gesellschaft inakzeptabel ist und mit allen Mitteln zensiert wird. Menschen, die sich staatskritisch äussern, werden mundtot gemacht, sei es durch Zensur, Repression oder diese gegeneinander ausspielen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns untereinander vernetzen, solidarisieren und zusammenschliessen, um gemeinsam dagegen anzukämpfen.
Lasst euch nicht von der Staatsrepression und -zensur abschrecken. Wir sind viele und wir führen den Kampf gemeinsam weiter. Lasst den Staat nicht gewinnen!

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