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Transpiaktionen Stoppt die Blockierungen von Seenotrettung

Transpiaktionen Stoppt die Blockierungen von Seenotrettung

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://barrikade.info/article/3975)
Seit 2015 beweist die europäische Politik immer wieder aufs Neue, dass das Sterbenlassen im zentralen Mittelmeer mittlerweile fester Bestandteil der europäischen Abschottungspolitik ist.
Die als Reaktion auf den sogenannten Sommer der Migration entstandenen zivilen Seenotrettungs- und humanitären Organisationen standen dieser Politik von Beginn an entgegen. Anstatt Menschen zu tausenden sterben zu lassen, entschied sich die Zivilgesellschaft, sich zu organisieren und Solidarität mit Flüchtenden auf eigene Faust in Taten umzusetzen.

5 Jahre später beobachten wir eine erneute Welle an Kriminalisierungen. Rettungsschiffe werden systematisch beschlagnahmt und mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert. Aktivist*innen werden eingeschüchtert und Ermittlungen aufgrund absurder Vorwürfe eingeleitet. Mittlerweile betrifft die Kriminalisierung auch das „zivlie Auge“ der humanitären Seenotrettung; der Einsatz der Moonbird von Sea-Watch wird seit über einem Monat blockiert.

Im September 2020 konnte die Crew der Alan Kurdi eine Mission durchführen und 133 Menschenleben retten. Die aktuelle Festsetzung der Seenotrettungsschiffe verunmöglicht jedoch im Moment weitere Rettungen.
Gemeinsam fordern: Médecins sans Frontières, Sea-Eye, Sea-Watch, Mare Liberum, Mediterranea, SMH (Salvamento Marítimo Humanitario), ProActiva Open Arms, Alarm Phone und RESQSHIP deshalb die sofortige Freilassung aller zivilen Rettungs- und Beobachtungsschiffe sowie des Aufklärungsflugzeugs Moonbird! Das Recht auf Bewegungsfreiheit muss für alle gelten, unabhängig von Staatsbürgerschaft, sexueller Orientierung, Religion und Hautfarbe!