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3. Mahnwache Corona-Tote

3. Mahnwache Corona-Tote

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://twitter.com/CoronaMahnwache/status/1363930304591917058)
9’200 Kerzen in der Nacht auf heute auf dem Bundesplatz in Bern, je eine für jeden Menschen, der in der aktuellen Krise durch das #Coronavirus sein Leben verloren hat.
Geben wir dem Virus keine Chance mehr, weitere Menschen zu infizieren.

Corona-Mahnwache fordert möglichst rasche Befreiung der Schweiz vom Coronavirus
22. Februar 2021 / Bern: Wir, eine Gruppe von Freiwilligen, haben in der Nacht auf heute auf dem Bundesplatz in Bern eine Corona-Mahnwache durchgeführt. Wir haben 9’200 Kerzen angezündet – je eine für jeden Menschen, der in der aktuellen Krise in der Schweiz durch das Coronavirus bisher sein Leben verloren hat. Die Corona-Mahnwache gedenkt damit dieser Menschen und fordert eine stärkeren Schutz der Menschen vor dem Virus, insbesondere jetzt, wo Bundesrat, Parlament, und politische Parteien nur noch von Lockerungen sprechen.
Wir stehen vor grossen Herausforderungen. Es gilt, möglichst vielen Menschen das Leben zu retten, indem wir uns vor dem Virus schützen. Zudem gilt es, möglichst rasch den Menschen ihre persönlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Freiheiten zurückzugeben. Wir sind überzeugt davon, dass es einen Weg gibt, der diese Herausforderungen gleichzeitig löst.
Das vorgeschlagene Ziel dazu lautet, möglichst rasch Null neue Coronavirus-Fälle pro Tag zu erreichen und damit die Schweiz weitestgehend vom Coronavirus zu befreien. Ist dies einmal geschafft, können neu auftauchende Fälle rasch wieder unter Kontrolle gebracht werden. Die Schweiz trägt damit sowohl ihrer humanitären Tradition Rechnung wie auch dem Freiheitsbedürfnis der Menschen.
Die Menschen brauchen unbedingt ein solches klares Ziel. Mit einem entsprechenden Ziel vor Augen, können wir Energien freisetzen, um diese Krise rasch zu beenden.
Eine Befreiung der Schweiz vom Coronavirus ist möglich in Zusammenarbeit mit europäischen Ländern und Quarantänevorschriften für die Einreise nach Europa. Solange eine infizierte Person nämlich im Durchschnitt weniger als eine weitere Person infiziert, wird das Virus nach und nach ausgelöscht. Das Virus braucht stets neue Opfer, sonst verschwindet es. Mit Social Distancing, Masken tragen, Massentests, Contact Tracing und Impfungen können wir das Virus immer mehr zurückdrängen, bis es schliesslich ganz verschwindet.
Zur Zielerreichung schlagen wir eine mehrwöchige Kampagne vor, welche die Leute für die Unterstützung des Ziels begeistert. Die Corona-Mahnwache macht dazu folgenden konkreten Vorschlag, und bittet Experten/innen, sich zum Vorschlag zu äussern, sowie die Politik, den Vorschlag gewissenhaft zu prüfen:
1. Der Bundesrat erklärt die möglichst rasche Befreiung der Schweiz vom Coronavirus zum Ziel.
2. Es wird eine mehrwöchige Kampagne durchgeführt, um mit vereinten Kräften schweizweit das Virus maximal zurückzudrängen. Während dieser Zeit werden möglichst alle bestehenden Ansteckungsketten unterbrochen, indem physische Kontakte vorübergehend möglichst strikt vermieden werden. Wirtschaftliche Existenzen werden durch schnelle und faire Unterstützung gesichert. Der Bundesrat sorgt für ein geeignetes Unterhaltungsprogramm über Fernsehen und Internet sowie mit Konzerten in den Quartieren. Nach der Kampagne werden die Massnahmen anschliessend bis auf Schutzmassnahmen wie das Tragen von Masken und Contact Tracing so bald wie möglich wieder aufgehoben.
3. Es werden unter der ganzen Schweizer Bevölkerung Massentests möglichst mit PCR durchgeführt, möglich gemacht durch Armee, Zivilschutz und freiwillige Helfer sowie das Zusammenlegen von Proben.
4. An alle Einwohner/innen werden, mit Ausnahme von Kleinkindern, FFP2 Masken zugestellt. Das Tragen von FFP2-Masken ausserhalb des eigenen Haushalts wird vorübergehend zur Pflicht erklärt.
5. Das Contact Tracing wird gestärkt, unter anderem durch Ermittlung, von wem eine Neuinfektion erfolgt ist, um so weitere mögliche Infizierte zu warnen.
6. Die FFP2-Masken-Tragepflicht gilt auch für Grenzgänger/innen. Von Grenzgänger/innen wird zusätzlich täglich ein Test durchgeführt. Wer von ausserhalb Europa oder von europäischen Ländern mit höheren Fallzahlen pro Kopf einreist und nicht Grenzgänger ist, muss zuerst für drei Wochen in Quarantäne.
7. Die Impfstoffproduktion wird massiv ausgebaut und beschleunigt.
8. Die anderen europäischen Länder werden ermutigt, gleichzeitig ähnliche Massnahmen umzusetzen, um möglichst rasch ganz Europa vom Coronavirus zu befreien.

Der Vorschlag ist insbesondere auch angesichts steigender Fallzahlen mutierter Viren aktuell. Sobald es eine ansteckendere neue Virusvariante gibt, misst sich der Erfolg der Eindämmung des Virus nur an dieser neuen Variante. Es braucht dazu eine Variantenbestimmung aller Coronavirus-Fälle sowie eine Anpassung von Berichterstattung und Anstrengungen. Ein möglichst rasches Verschwinden des Virus reduziert zudem auch die Gefahr weiterer Mutationen.