8. Antifa-Abendspaziergang

Inhalt:
1. Voranküdnigung
2. Aufruf
3. Mobivideo
4. Plakate
5. Letzte Infos
6. Communiqué
7. Bilder
8. Erlebnisbericht


1. Voranküdnigung(Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/05/60015.shtml)
Ein Fest kommt selten allein!
Aufmerksamen ZeitgenossInnen ist nicht entgangen, dass parallel zum 8. Antifaschistischen Abendspaziergang ein Fest zur Einweihung des neuen Bahnhofplatzes stattfindet. In den Medien war zu vernehmen, dass „eine Konfrontation unausweichlich scheine“. Wir vom Bündnis Alle gegen Rechts sind aber der Überzeugung, dass sich diese beiden Veranstaltungen nicht beeinträchtigen – solange die Poliziei den 8. Antifaschistischen Abendspaziergang nicht angreift.
Die Stadt denen, die sie nutzen!
Wir haben nicht die Absicht, dieses Fest zu stören und empfinden die Stadt Bern als gross genug, um zwei Veranstaltungen gleichzeitig durchführen zu können.
Grundsätzlich stehen wir Aktivitäten, die den öffentlichen Raum für alle zugänglich
machen, positiv gegenüber. Festen an und für sich finden wir eine gute Sache. Schade, dass dem umgestalteten Bahnhofsplatz nun das neue, ausgrenzende und repressive Bahnhofreglement folgen sollund die Gassenküche der SIKB nicht mehr geduldet wird. Das deckt die Doppelzüngigkeit und den Rechtsrutsch der Rot-Grünen Stadtregierung auf. Zuerst müssen wir ArbeiterInnen Nachtschichten und Überstunden leisten, danach wird kollektiv gefeiert, dann willkürlich weggewiesen, verboten und fichiert. Auch dies ist ein Grund, weshalb wir auf die Strasse gehen, denn Antifaschismus bedeutet auch Einstehen für die Schwachen, Ausgegrenzten und Ausgebeuteten.

Wer ausschliesslich konsumieren will, dem wünschen wir viel Spass an der Einweihung des Bahnhofplatzes. Wen aber auch interessiert, was die VeranstalterInnen des Bahnhoffestes verschweigen, wer ein Zeichen gegen den Rechtsrutsch und die alltäglichen, neoliberalenSchikanen setzen will, der/die ist herzlich dazu eingeladen, an unserem abendlichen Spaziergang teilzunehmen.
Heraus zum 8.Antifaschistischen Abendspaziergang, 20.00 Uhr, Heiliggeistkirche, Bern!
Mit antifaschistischen Grüssen, Bündnis alle gegen Rechts (BAgR)

2. Aufruf (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/03/57791.shtml)
Als Antwort auf die zunehmenden Übergriffe von Neonazis im Bahnhof und dessen näheren Umgebung auf AusländerInnen und junge Punks begannen wir im Jahr 1999 unseren Widerstand zu organisieren. Wir griffen zur Selbsthilfe: begleiteten einander zu den Zügen, intervenierten bei Übergriffen, organisierten Flugblatt- und weitere Aktionen sowie im Jahr 2000 den ersten antifaschistischen Abendspaziergang. Besonders diese Abendspazier-gänge, an welchen zeitweise mehrere tausend Personen teilnahmen, wurden zu einer Tradition, und dies, obwohl nach dem ersten Abendspaziergang nie mehr ein Bewilligungsgesuch eingereicht wurde. Diese Tradition wurde im letzten Jahr unterbrochen, um Raum und Zeit zu schaffen für eine breite Palette anderer Aktionsformen. Im letzten Jahr konnte die gesamte antifaschistische Bewegung dann auch viele Erfolge verbuchen: die gehackten PNOS-Mails, der Stadtrundgang durch Bern, das antifaschistische Bürostuhlrennen, das Kasperlitheater, die vielen Demos, das Grümpelturnier in Solothurn, Konzerte, Aktionstage, das Antifa-Festival und die Verhinderung des SVP-Marsches in Bern dürften euch noch in guter Erinnerung sein. Gestärkt aus den positiven Erfahrungen der letzten Monate, aus dem Bewusstsein, dass Widerstand auf der Strasse immer noch notwendig ist, werden wir in diesem Jahr wieder mit einem Abendspaziergang auf der Strasse präsent sein. Denn noch wartet viel Arbeit auf uns: Rechtsextreme und reaktionäre Ideen erhalten hierzulande zunehmend Auftrieb. Nationalismus und Konkurrenzdenken sind weit verbreitet. Dabei sind es nicht die offensichtlichen Rechtsextremen und Neonazis, die das grösste Problem darstellen. Auch wenn aus diesen Kreisen eine erhebliche Gefahr für AusländerInnen und Andersdenkende ausgeht.

Rechte Terrorjungs…
Denn auch im letzten Jahr kam es zu diversen Rechtsrock-Konzerten, Neonazi-Aufmärschen und rassistischen Übergriffen. Im vergangenen Jahr nahmen die Übergriffe sogar eine bislang unbekannte Qualität an. So wurden beim Brandbombenanschlag auf die voll besetzte Grosse Halle während des antifaschistischen Festivals Zeitzünder eingesetzt. Neu ist hier vor allem der Schritt zu planmässig vorbereiteten Attentaten mittels Zeitzünder. Dass Neonazis es durchaus darauf anlegen ihre GegnerInnen zu ermorden, ist hingegen leider auch für die Schweizer Szene nichts neues. Lebensgefährliche Schusswaffenangriffe und Brandanschläge gegen AntifaschistInnen und AusländerInnen oder Racheakte an rechtsextremen Aussteigern gab es in den vergangenen Jahren schon zur Genüge. Andererseits gelang es den Neonazis im letzten Jahr glücklicherweise nicht, grosse Sprünge zu machen, die Szene ist nicht gross gewachsen und die meisten ihrer Demo-Mobilisierungen wurden eher schlecht besucht. Nicht zuletzt dank dem Widerstand der antifaschistischen Bewegung.

…braune Parteien…
Weit Besorgnis erregender ist dagegen die Entwicklung in der Schweizerischen Parteienlandschaft. Die SVP steht der PNOS in Sachen Rassismus inzwischen in nichts mehr nach. Die offen rassistischen „Schäfchen-Plakate“ wurden und werden von (neo-) faschistischen Parteien in ganz Europa kopiert. Während im Ausland selbst die bürgerliche Presse diese Entwicklung aufnimmt und kritisiert, ist in der Schweiz höchstens ein beklemmendes Schweigen spürbar. Aus Angst vor allfälligen Wahlverlusten und der direkten politischen Auseinandersetzung wird von „Links“ bis Rechts geschwiegen. Da kann der Hang der SVP zu Führerkult, Nationalismus, Autoritätsprinzip, Patriarchat, Sozialdarwinismus, Konkurrenz, Ausgrenzung, Überwachungsstaat und Rassismus noch so deutlich erkennbar sein. Widerstand ist nicht in Sicht: Lieber reihen sich die „linken“ Partei-StrategInnen ein in den bürgerlichen Block. Um den Rechten „den Wind aus den Segeln zu nehmen“, werden aus den Reihen der „Linken“ noch repressivere Massnahmen gefordert, die letzten Ideale verraten. So werden – „um die SVP zu bekämpfen“, – letztlich deren Inhalte übernommen.

…und repressive Politik
Diese Politik sieht dann so aus: Menschen, die dem Leistungsdruck dieser Gesellschaft nicht standhalten, die Schwächsten dieser Gesellschaft, werden zu Sündenböcken gemacht. Sie werden für die vom kapitalistischen Wirtschaftssystem produzierten Missstände verantwortlich gemacht und bekämpft. Dass es sich dabei um Symptombekämpfung handelt, die nie fruchten wird, da die Ursachen eben im System liegen, stört die Verantwortlichen nicht weiter. Das wollen sie ja gerade: Die Wut der Menschen soll sich gegen unterdrückte Minderheiten und nicht gegen die Herrschenden und den Kapitalismus richten.
Doch die repressiven Massnahmen haben noch einen anderen Zweck: Mit dem ausgebauten Repressionsapparat können auch alle, die Widerstand gegen dieses System leisten, eingeschüchtert und unterdrückt werden. Wegweisungsartikel und Videoüberwachung werden in immer mehr Schweizer Städten eingeführt, MigrantInnen unter angedrohten Sanktionen zur „Integration“ gezwungen, widerständige Gassenküchen verboten, Militär(material) wird zur Überwachung von SystemkritikerInnen aufgefahren, Arbeitslose als ZwangsarbeiterInnen missbraucht (Tieflohn-Beschäftigungen). Günstiger Wohnraum und innovative Wohn- und Kulturprojekte müssen der Verwertungslogik weichen. Wer aufmuckt wird fichiert, observiert, mit Rayonverbot belegt, gebüsst, verhaftet, verprügelt, weggesperrt…

Solidarität statt Konkurrenz!
„Werthaltungen“ der Bürgerlichen und inzwischen auch jene der SozialdemokratInnen decken sich absolut mit denen der extremen Rechten: Hierarchie, Besitz von Privateigentum und Konkurrenz gelten als unumstössliche Grundprinzipien.
Dies spaltet die Gesellschaft und macht uns als Individuen leichter angreifbar. So werden Klassen geschaffen und die Leute werden innerhalb der unteren Klasse gegeneinander ausgespielt, damit sie ihre gemeinsamen Interessen nicht erkennen und vertreten.
Da dienen internationale Megaevents wie die EM höchstens als Feigenblatt, um die repressive, ausbeuterische Politik in das etwas freundlichere Licht der „Völkerverständigung“ zu rücken. Etwas Zuckerbrot um die Peitschenhiebe erträglicher zu machen. Dabei bleiben sogar die Zuckerbrote ungerecht verteilt. Wer bezahlen kann und über das richtige Netzwerk verfügt, darf live mitfeiern. Für die anderen bleibt vielleicht die Grossleinwand oder der Kasten zu Hause.
Beim genaueren Hinsehen erscheint hinter dem völkerverbindenden Fest halt doch wieder das bekannte Muster: Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Spaltung, Überwachung, Repression, Verwertungslogik, Gewinnmaximierung, für viele wenig und für wenige alles – Kapitalismus halt.
Von wegen Fest für Alle!
Was wirklich für alle drin läge, wenn die Produktionsmittel nicht nur wenigen gehören, sondern von der Basis verwaltet würden, bleibt vorerst Wunschtraum. Ebenso eine Welt die auf Solidarität und Gerechtigkeit statt auf Konkurrenz und Rassismus baut. Trotzdem können und wollen wir uns nicht damit abfinden. Denn mit Mut und Willen, gemeinsam für alle Ausgegrenzten und Ausgebeuteten einzustehen, lassen sich auch hier und jetzt viele Erfolge feiern.

Deshalb: Antifaschistische Solidarität statt nationalistische Konkurrenz!
Wir zählen auf Dich!
Falls wir nicht spazieren können: Verschiebedatum 07. Juni 2008. Infos auf Homepages und Handzetteln.

3. Mobivideo (Originalquelle: http://www.youtube.com/watch?v=69693PZyzM4)



4. Plakate (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/03/57791.shtml)


5. Letzte Infos (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/05/60541.shtml)
Liebe Genossinnen, liebe Genossen
Noch einmal schlafen und der 8. Antifaschistische Abendspaziergang in Bern findet statt. Wir möchten euch darum noch einige wichtige Infos liefern.

ALLGEMEINE INFOS:
Am 31.5. findet nicht nur der Abendspaziergang, sondern auch das Eröffnungsfest zum umgebauten Bahnhofplatz statt.

Die Situation ist etwas angespannt: Nach dem 6.0ktoner und den Anti-WEF-Demos, der RTS, kurz vor der Euro und vor den Wahlen liegen sowohl bei der „rot-grünen“ Regierung, wie auch bei den Bürgerlichen die Nerven blank.
Polizei und Behörden versuchten massiven Druck zu machen. Die Terminkollisionen mit dem Fest bzw. im Verhinderungsfall mit der Euro-Eröffnung scheint ihnen Sorgen zu machen.
Mehrere (linke) politische Parteien, das Kulturzentrum Reitschule, die
FestorganisatorInnen und Einzelpersonen wurden dazu aufgefordert, Druck auf die OrganisatorInnen des Abendspazierganges zu machen (entweder eine Bewilligung einholen oder die Demo abblasen).
Wir haben wie in den vergangenen Jahren kein Bewilligungsgesuch eingereicht.
Allerdings haben wir dem Fest-O.K. unsere geplante Route mitgeteilt und zugesichert, das Fest so wenig wie möglich zu tangieren – solange uns die Polizei in Ruhe lässt.

Wir gehen von einem massiven Polizeiaufgebot aus. Zuverlässige Quellen sprechen von insgesamt bis zu 1000 PolizistInnen
Der Gemeinderat hat soeben einen Aufruf erlassen nicht an der Demo teil zu nehmen.
Allerdings stehen entlang der vorgesehenen Demoroute Absperrgitter für den Verkehr…
Es wurden zwei Turnhallen mit provisorischen Gitterkäfigen ausgerüstet. Eine im Berner Neufeld und eine in der Vorortgemeinde Ittigen.
In Bern ist die Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung NICHT strafbar.
Zu Landfriedensbruch können nur Leute verurteilt werden, wenn „eine aggresive
Grundstimmmung herrscht und eine Zusammenrottung mit vereineten Kräften gegen Sachen oder Personen vorgeht“.
Für die Bullen wird es nicht leicht FestbesucherInnen von DemoteilnehmerInnen zu unterscheiden. Bei Massenverhaftungen gehen ihnen sicher auch Unbeteiligte ins Netz.

ANREISE/TREFFPUNKT:
Auch wenn ihr euch unauffällig im Fest besammelt oder zum Beispiel zur Reitschule geht, müsst ihr mit Personenkontrollen rechnen. Tragt also am Samstag kein Demomaterial auf euch.

DEMOROUTE
Ein Teil der DemonstrantInnen wird vorausichtlich, wie jedes Jahr, von der Reitschule aus, über’s
Bollwerk und die Speichergasse in die Untere Spitalgasse ziehen, um das Fest so wenig wie möglich zu tangieren (Solange uns die Bullen nicht angreifen wollen wir das Fest wie gesagt so wenig wie möglich beeinträchtigen). Die andern besammeln sich im Fest und verlassen dieses wenn die Leute, die von der Reitschule her kommen, in der unteren Spitalgasse sind.

Von da geht es gemeinsam über die folgende Demoroute weiter:
Untere Spitalgasse, Marktgasse, Kornhausplatz, Kornhausbrücke, Kornhausstrasse, Viktoriaplatz, Moserstrasse, Breitenrainplatz, Stauffacherstrasse, Standstrasse, Nordring, Lorrainebrücke, Schützenmatte.

You’ll never walk alone!
Solidarische Grüsse
Bündnis Alle gegen Rechts


6. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/05/60568.shtml)
Heute, 31. Mai 2008, fand der 8. antifaschistische Abendspaziergang statt. Trotz grossem Druck von Seiten der Behörden und der Politik spazierten gut 800 Personen mit und setzten damit ein starkes Zeichen gegen den Rechtsrutsch in Gesellschaft und Politik. Zunächst führte die abendliche Kundgebung durch die Altstadt, später im Abendrot über die Kornhausbrücke und durchs Breitenreinquartier.

Radikale Gesellschaftskritik ist heute wichtiger denn je. Weltweit wütet der Kapitalismus. Menschen, Tiere und Umwelt werden gnadenlos ausgebeutet, was auch auf das Klima fatale Auswirkungen hat. Hunderttausende verarmen und verhungern, während die Reichen immer reicher werden. Kriege, in denen sich die Angehörigen der unteren Klassen gegenseitig umbringen, obwohl einzig die Herrschenden davon profitieren, überziehen den Globus. Rechtsextremismus, religiöser Fanatismus und andere reaktionäre Ideen haben Hochkonjunktur. Auch in der reichen Schweiz erfahren immer breitere Bevölkerungsschichten direkt Sozialabbau, Lohndumping und Massenentlassungen. Die dadurch entstehende Unzufriedenheit und Wut wird von den Herrschenden geschickt auf Minderheiten gelenkt. Mit diesen Minderheiten haben wir uns heute aktiv solidarisiert.
Die Demonstration verlief durchwegs selbstdiszipliniert und kämpferisch. Am Rande des Umzugs wurden einige SVP-Abstimmungsplakate verändert. Kurz vor der Reitschule zeigte sich jedoch, dass antifaschistische Gegenwehr auch auf der Strasse immer noch bitter nötig ist. Rund 50 Rechtsextreme sammelten sich zu diesem Zeitpunkt im Bollwerk. Die Polizei liess sie trotz provokativen Posen gewähren. Da waren einige AntifaschistInnen nicht mehr zu halten. Sie vertrieben die Neonazis in Richtung Bahnhofsplatz. Die Polizei formierte sich daraufhin zwischen den Neonazis und den AntifaschistInnen. Der Besonnenheit der AntifaschistInnen und der OrganisatorInnen der Kundgebung ist es zu verdanken, dass es anschliessend NICHT, wie von Seiten gewisser Medien behauptet, zu Ausschreitungen gekommen ist.

Der heutige Abend hat gezeigt, dass antifaschistischer Widerstand immer noch dringend notwendig ist. Weiter ist festzuhalten, dass es durchaus immer noch möglich ist, unbewilligt auf die Strasse zu gehen. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Bewilligungsfrage nicht ausschlaggebend für den Verlauf von Kundgebungen ist. Da sich die Polizei im Hintergrund hielt und die KundgebungsteilnehmerInnen nicht provozierte, verlief alles wie geplant. Das Bahnhofsplatzfest wurde in keiner Weise tangiert. Wir halten auch weiterhin Wort und werden am 7. Juni nicht vom angekündigten Verschiebedatum Gebrauch machen.
Grossen Dank an alle, die heute mitspaziert sind, mitgeholfen haben und an all diejenigen, die sich weltweit gegen das ausbeuterische kapitalistische Wirtschaftssystem zur Wehr setzen. Es hat heute Mut gemacht! Wir werden weiterhin aktiv sein und Schulter an Schulter mit euch gegen faschistische Tendenzen kämpfen!
Auf viele weitere antifaschistische Abendspaziergänge! You’ll never walk alone!

Bündnis Alle gegen Rechts

7. Bilder (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/06/60630.shtml, http://ch.indymedia.org/de/2008/06/60607.shtml & http://ch.indymedia.org/de/2008/06/60589.shtml)

 


8. Erlebnisbericht (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2008/05/60567.shtml)
Zwei Siege für uns
Heute morgen dachte wohl niemensch daran, dass der Antifa Spaziergang bis zum Ende laufen würde. Denoch keine Bullenpräsenz bis 17uhr. Entlang der Demoroute sah mensch überall kleine Absperrgitter. Sollten da falsche Hoffnungen geweckt werden ?
Um 17uhr fuhren dann die ersten Kästenwägen, Absperrfahrzeuge und Wasserwerfer auf. Auch die Zivis mischten sich unters Fest.
19.30 fühlte mensch langsam das was in der Luft lag. Die Demoteilnehmer waren von Festbesuchern kaum zu unterscheiden. Auch rund 20 Nazis waren bei Bühne 1 zu gegen. Drei uniformierte Bullen suchten das Gespräch und sagten irgendwas von „haltet euch ruhig“
Nach 20uhr versammelten sich die ersten Leute beim Bärenplatz. Gegen 20.30 waren es rund zwei Hundert Leute. Mensch war ein wenig überrascht. So sagte ein Passant „Wieso stehen die jetzt herum?“ Doch der Demozug setzte sich langsam in Bewegung. Beim Kornhaus wurden die ersten Reden gehalten. Die Demo lief weiter und lief und lief….
Beim Breitenrainplatz Richtung Stauffacherstrasse waren die Bullen in den Seitengassen in Stellung gegangen. Ich schätze es waren rund 200 Bullen. Das Quartier wurde weiträumig abgesperrt, selbst bei der Markuskriche waren rund 30-40 Bullen in Position. Auch die Absperrwägen waren vor Ort. Sollte dies der Kessel sein? Die Demo konnte jedoch laufen und sie lief bis zur Reitschule. Ich schätze zu diesem Zeitpunkte waren es über 600 Leute! Beim Bollwerk war es dann sehr hektisch. Rund 30 Faschos waren zugegen, einige liefen den Faschos hinterher. Die Faschos mussten ziemlich einstecken, unter anderem waren auch einige YB „Hools“ mitdabei. Anschliessend drohte die Situation zu kippen, da ein grosser Teil der Demo Richtung Bollwerk drängte und die Polizei jetzt richtig auffuhr. Die Faschos lies mensch laufen und genoss den Sieg.
Die Demo lief, die Faschos haben aufs Maul gekommen….
Anscheinend war dem Gemeinderat die EM doch wichtiger

Alterta Alterta Antifascista !!

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