Archiv für Neue Soziale Bewegungen
Farbanschlag Amtshaus

Farbanschlag Amtshaus

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2015/12/96458.shtml)
In der Silvesternacht haben wir in Bern einen solidarischen Gruss an die Gefangenen im Regionalgefängnis geschickt. Der Gruss richtet sich aber nicht nur an die dort gefangenen Menschen, sondern an alle, welche weltweit unter staatlicher Repression leiden. Dazu zündeten wir Feuerwerk und hinterliessen an der Fassade des Amtshaus Farbflecken.
Feuer und Flamme allen Knästen
Die meisten Menschen kommen wegen Eigentumsdelikten oder weil sie sich nicht den herrschenden Normen unterwerfen wollen in den Knast. Die Herrschaft will mit dem Freiheitsentuzg Einzelner ein Zeichen der Einschüchterung an die ganze Gesellschaft senden. Doch solange das Eigentum ungleich verteilt ist und Autoritäten herrschen, wird es immer Menschen geben, die dagegen aktiv werden. Wir wollen diese Herrschaft und die Knäste nicht, sondern eine herrschaftsfreie Welt. Dass wir heute an den grauen Gittern, des Amtshaues gerüttelt haben, war das Mindeste, um unsere offene Feindschaft mit diesem System zu zeigen.
Ein neues Jahr bricht an und alle Welt feiert. Doch, gibt es wirklich einen Grund zum Feiern? Auch im kommenden Jahr werden Kriege aufgrund konstruierter Grenzen gefochten, Menschen werden neben privatiesierten Trinkwasserquellen verdursten, andere auf der Flucht im Meer ertrinken. Und auch im neuen Jahr werden Millionen von Menschen weggesperrt, weil sie sich nicht so verhalten, wie der Staatsapparat dies verlangt. Deshalb heben wir unsere Gläser nicht zum Feiern, sondern füllen sie mit Farbe und werfen sie überall dorthin, wo sich Machtstrukturen manifestieren. Darauf, dass wir irgendwann genug sein werden, um die Knäste, die Regierungsgebäude, die Banken und noch viel mehr einzureissen und ein für alle mal dem Erdboden gleichmachen können.