Transpi- & Plakataktionen nach Frauen*streik

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: https://barrikade.info/article/2472)
Aktionen in Bern nach dem Frauen*streik
Am 14. Juni 2019 fand der schweizweite Frauen*streik statt. Die Forderungen waren ebenso vielfältig wie die unzähligen Menschen*, die sich daran beteiligten. Und sie widerspiegelten damit die zahlreichen Diskriminierungsformen, die FLINT* [Frauen*Lesben*Inter-Nonbinäre- und Transmenschentagtäglich erleben.

Sexuelle Selbstbestimmung, das Ende der Gewalt gegen FLINT* und die Sexualisierung weiblicher Körper, mehr Sichtbarkeit von Frauen* in allen Lebensbereichen, eine Anerkennung von Care-Arbeit, Lohngleichheit, bezahlbare Menstruationsartikel, … die Liste der Forderungen könnte noch ewig weitergeführt werden. Rund 500.000 Menschen gingen für diese Forderungen am 14. Juni in verschiedensten Städten der Schweiz auf die Strasse: Der Frauen*streik ist somit ein Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde – darin ist sich auch die Boulevardpresse einig. Doch leider wird die Diskriminierung von Frauen* nicht ganz so schnell zur Geschichte gehören.

Durch diesen feministischen reik wurden unsere Forderungen noch nicht erfüllt. Aber er hat uns etwas wichtiges gezeigt: Wir sind viele! Wir sind laut! Und vor allem: Wir sind stark! Eine unbeschreiblich wichtige Erfahrung, an die wir uns in unserem langen und anstrengenden Kampf zurückerinnern und aus der wir Kraft ziehen können.

Wir haben eine Woche (Transpiaktion) und ein Monat (Tramaktion) nach dem Frauen*streik mit zwei Aktionen aufgezeigt, dass der Kampf gegen patriarchale Gesellschaftsstrukturen und für die Auflösung der Geschlechterrollen weitergehen muss und wird. So lange, bis Frauen * nicht mehr die Sexualisierung ihrer Körper erdulden müssen. So lange, bis alle selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden können. So lange, bis die Kompetenzen von Frauen* nicht mehr in Frage gestellt werden. So lange, bis es in keinem Lebensbereich mehr eine Rolle spielt, ob mensch als Frau* oder Mann* gelesen wird. So lange, bis Frauen* für ihre Arbeit und ihr Engagement gleich viel Anerkennung erhalten wie Männer*. Letztendlich so lange, bis wir uns nur noch vage daran erinnern, warum der Frauen*streik eigentlich einmal notwendig war.

Und bis dahin:
Stellen wir uns am 14. September in Zürich dem konservativen, sexistischen und homophoben „Marsch fürs Läbe“ in den Weg!

Gehen wir am 21. September in Bern gegen patriarchale Gesellschaftsstrukturen auf die Strasse!