Archiv für Neue Soziale Bewegungen
Demonstration Nein zu Rassismus

Demonstration Nein zu Rassismus

Inhalt:
1. Aufruf
2. Bericht Anarchistische Gruppe Bern
3. Bericht megafon
4. Medienbericht


1. Aufruf (Originalquelle: https://www.instagram.com/blackpantherpartyreloaded/)


2. Bericht Anarchistische Gruppe Bern (Originalquelle: https://www.facebook.com/InfoAGB/posts/1651194428362240)
Heute versammelten sich bis zu 5000 Personen unbewilligt auf dem Bundesplatz. Verschiedenste antirassistische Parolen und Kämpfe wurden dabei durch Schilder und Reden thematisiert. Die Demo hat gezeigt, dass Antirassismus notwendig ist und Viele bewegt. Umso wichtiger ist es, weiterhin aktiv zu bleiben und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Die eigene Stimme zu erheben, gegen rassistische Polizeimorde, gegen rassistische Instruktionen und Herrschaft, sowie den eignen Rassismus, der durch Privilegien reproduziert wird. Zuzuhören, was Betroffene von Rassismus zu sagen haben und auch mal zu schweigen, um Betroffenen nicht den Raum wegzunehmen.

Seit der Ermordung von Geroge Floyd durch die Polizei, ist in den USA eine breite und vielfältige Bewegung entstanden. Auch über die Landesgrenzen hinaus, formieren sich neue und alte antirassistische Proteste. Rassistische Morde durch die Polizei gab es in den USA in der Vergangenheit regelmässig. Die Verschärfungen der sozialen Spannungen, die Corona-Krise und die anhaltende Brutalität der Polizei haben dazu geführt, dass sich ein Pulverfass entladen hat. Seit Wochen organisieren und tragen BPoC Demonstrationen gegen die verschiedenen Formen von Rassismus. Dabei geht es um eine grundlegende Veränderung der bisherigen staatlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. In Seattle wurde eine autonome Zone besetzt. In Minneapolis führten die Proteste dazu, dass die Polizei abgeschafft werden soll. Das Geld für die militärische Ausrüstung soll neue in Bildung und soziale Einrichtungen fliessen. Landesweit werden koloniale und rassistische Symbole angegriffen. Es gibt also vieles von dieser Bewegung zu lernen.



3. Bericht megafon (Originalquelle: https://www.facebook.com/megafonbern/posts/10157274487522108)
BLM 13.6.2020
Ein Aktivist teilte mit uns dies:
„gedankesalat, es si viu sache cho woni ha denkt fuck, i bi gar nid dr einzig! es git so viu meh wo no töifer ungerdüre müesse! i chas eif nid gloube, dassme dr rassismus guetredt oder eifach numme ignoriert..

mire meinig nach isches eifach z schlächte gwüsse vo dä wissä! si merke was si hei ahgsteut und weis nid akzeptiere und verdränges mit: „rassismus, gits nid ir schwiz“..
u ner woni e tamil mit flagge ir mönschemängi ha gseh, hani gad e rächt emotionale schub ka, sone tschuder wodr rügge abe isch, so chli backflashmässig:

in sri lanka wirdi aus usländer beschimpft hie bini oh numme e papierschwizer und nid würk wiukomme, blödgseit heimatlos!
wiso muessme jede tag aus usländer mit so probleme kämpfe, weme zeme mitenang geg anderi problem söt kämpfe! und all live matter, isch für mi dr chli brüetsch vo i bi nid rassistisch ABER.. aber sehr schwirig und emotionau.“


4. Medienbericht (Originalquelle: https://www.srf.ch/news/schweiz/black-lives-matter-grosser-aufmarsch-an-demonstrationen-in-der-schweiz)
SRF: Gegen 14 Uhr befanden sich auf dem Bundesplatz in Bern bereits mehrere hundert Demonstrierende. Eine halbe Stunde später war der Platz bereits voll. Die Polizei hielt sich auffallend zurück.
Demo in Bern.
Legende: In Bern haben sich tausende Demonstrierende auf dem Bundesplatz versammelt, die Organisatoren sprechen von mittlerweile 10’000.

Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer befolgten den Aufruf der Organisatoren und erschiene schwarz gekleidet zur Kundgebung auf dem Bundesplatz. Immer wieder wurde «Black Lives Matter» skandiert, also «Auch das Leben von Schwarzen zählt», in Anspielung auf den Tod von George Floyd in den USA durch Polizeigewalt.

Laut SRF-Reportern vor Ort handelte es sich beim überwiegenden Teil der Demonstrierenden in Bern um junge Leute. Die Stimmung sei sehr friedlich gewesen, auch wenn die Sprechchöre und Reden durchaus angriffig gewesen seien. Die meisten Jugendlichen trugen Schutzmasken.