Transpiaktionen Freiheit für alle politischen Gefangenen

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2012/10/87794.shtml)
Im Rahmen des Aktionstages für unseren gefangen gehaltenen Genossen in Basel haben wir heute diverse Transparente in Bern und Umgebung aufgehängt.
Im Rahmen des Aktionstages für unseren gefangen gehaltenen Genossen in Basel haben wir heute diverse Transparente in Bern und Umgebung aufgehängt. Philipp wurde am 2. Juni in Basel an einer Illegalen Party verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Grund dafür sei ein Handgemenge, welches er mit einem Polizisten gehabt haben soll. Für uns ist jedoch klar, dass dies nicht wirklich der Grund ist; dem Staat geht es darum den sich selbst als Kommunisten bezeichnenden Genossen einzuschüchtern und zu schikanieren.
Ein gleicher Fall ist momentan der Prozess gegen Deniz K., dem vorgeworfen wird, er habe an einer Antifaschistischen Demo fünf Polizisten töten wollen. Deniz soll laut der Nürnberger Staatsanwaltschaft während einer Auseinandersetzung an der Demonstration mit einer Fahnenstange in Richtung von fünf Polizisten in Vollmontur geschlagen haben. Dies reicht für die Staatsanwaltschaft aus, Deniz für fünffachen versuchten Totschlagsechs Monate in Untersuchungshaft zu stecken. Auch hier geht es darum antifaschistische und systemkritische Menschen einzuschüchtern und in ihrem Handeln zu beeinträchtigen.
Ein weiterer Fall von Repression findet zurzeit in Kroatien statt. Frau Vicdan Özerdem wird seit Monaten vom kroatischen Staat in Gewahrsam gehalten. Dies aufgrund eines internationalen Haftbefehls, der die Türkei erliess. Vicdan floh im Jahr 2000 aus der Türkei, in der sie zuvor als politische Gefangene jahrelang im Gefängnis sass und gefoltert wurde. Sie ist in Deutschland als Konventionsflüchtling anerkannt und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Aktuell wird Vicdan der Mitgliedschaft in einer illegalen linken Partei und der Tötung von 2 Soldaten beschuldigt. Vicdan war damals im Zuge ihrer journalistischen Tätigkeit am Ort des Geschehens und wurde dort festgenommen. Unter Folter sollte sie zugeben, als Mitglied einer illegalen linken Partei an den Vorfällen beteiligt zu sein. Die Anschuldigungen wurden während ihrer damaligen Verhandlung als haltlos fallengelassen. Jetzt aber soll der Fall als Vorwand dazu dienen, Vicdan – wie andere ehemalige politische Gefangene auch – erneut in Haft zu nehmen. Nun droht Vicdan die Auslieferung in die Türkei, wo sie mindestens 12 Jahre Gefängnis erwarten!
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

  | | | |