Schlägerei & Scharmützel Reitschule

Inhalt:
1. Aufruf
2. Mitteilung Stadtpolizei


1. Aufruf (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/07/24588.shtml )
Junge Punks verprügelten die Organisatoren des traditionellen Flohmarktes. Diese haben nun genug.

Es gibt keinen Reithalle-Flohmarkt mehr. Schuld daran sind gewalttätige jugendliche Punks, welche die Organisatoren des traditionellen Anlasses in der Nacht auf gestern Sonntag spitalreif schlugen. Als die Polizei aufkreuzte, wurde sie ebenfalls von etwa 20 randalierenden Autonomen mit Flaschen und Steinen attackiert. Zwei der Tobenden wurden schliesslich festgenommen.
Der Randale voraus ging offenbar die Absicht der Organisatoren, schärfer zu kontrollieren, wer am sonntäglichen Märit teilnimmt. «Dies wurde deshalb notwendig, weil zum Teil auch Diebesgut verkauft wurde», erklärt René Lanz, einer der vier Organisatoren. Aus diesem Grund wurden bereits am Samstag rund um den Vorplatz Absperrgitter aufgestellt. Damit sollte erreicht werden, dass die Marktleute einen einzigen Eingang zum Vorplatz benutzen müssen.
Doch diese Massnahme missfiel offenbar einigen Punks. Als die vier Organisatoren am Sonntag um 3 Uhr früh für letzte Vorbereitungen auf dem Vorplatz eintrafen, fanden sie die Absperrgitter zusammenge-pfercht auf einem Haufen vor. Plötzlich tauchten Punks auf, betitelten die Organisatoren als «Faschos», schlugen und traten sie, selbst als sie schon am Boden lagen. Mit Prellungen und möglicherweise inneren Verletzungen wurden sie in Spitalpflege gebracht. René Lanz enttäuscht: «Wir haben genug. Wir werden den Markt nicht weiterführen.»


2. Mitteilung Stadtpolizei (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2004/07/24588.shtml )
pid. In der Nacht von Samstag auf heute Sonntag kam es auf dem Vorplatz der Reithalle zu einer Schlägerei zwischen Autonomen aus der Reithalle und Marktfahrern des traditionellen Flohmarktes. Die ausgerückte Polizei wurde in der Folge von bis zu ca. 20 Autonomen aus der Reithalle mit Eisenstangen, Stein- und Flaschenwürfen angegriffen. Vier Marktfahrer mussten sich zwecks ambulanter Behandlung ins Spital begeben. Über Sachschäden liegen noch keine genauen Angaben vor; mehrere Fahrzeuge dürften durch die Flaschen- und Steinwürfe beschädigt worden sein. Die Polizei setzte Gummischrott und Reizstoff ein.
Um 04.00 Uhr erhielt die Einsatzleitzentrale der Stadtpolizei Bern die Meldung, wonach auf dem Vorplatz der Reithalle eine Schlägerei im Gange sei. Als die Polizei kurze Zeit später vor Ort eintraf und Abklärungen bezüglich der vorausgegangenen Schlägerei tätigen wollte, wurde sie von ca. 20 Autonomen aus der Reithalle mit Eisenstangen, Flaschen- und Steinwürfen attackiert. Die Polizei setzte Gummischrott und Reizstoff ein.
Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen. Die Stadtpolizei Bern hat rechtliche Schritte gegen die Aktivisten eingeleitet. Geschädigte Automobilisten werden aufgefordert, ebenfalls Strafanzeige einzureichen.