Scheinbesetzung Interlaken

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2005/06/33220.shtml)
Gestern Nacht wurde in Interlaken ein Transparent von einer Eisenbahnbrücke gehängt. Das Transparent trägt die Aufschrift:
„MEHR FREIRÄUME STATT REPRESSION“
Communiqué zur Aktion „Forderung für mehr Freiräume“ vom 12.6.2005 in Interlaken:
Der Widerstand gegen die kapitalistische Hauspolitik wird immer grösser und die Forderung für mehr autonomen Freiraum wird immer lauter. Aber wo Widerstand ist, gibt es auch Repression.
Am 25. Mai 2005 führten wir an der Oberen Bahnhofstrasse 52 eine Scheinbesetzung durch und hängten zwei Transparente aus den Fenstern. Schon am nächsten Morgen waren die Transparente verschwunden. Anscheinend störten sich einige Personen daran (Bürgerliche oder Gemeindeangestellte), dass wir unsere Meinung offen kundgetan haben und andere Leute informieren wollten. Ebenfalls wurde unsere Aktion in keiner Zeitung abgedruckt, obwohl wir unser Communiqué an ein knappes duzend Medien-Vertreter sendeten. Nicht einmal die Gemeinde Spiez hielt es für nötig, mit uns Kontakt aufzunehmen. Unsere Aktion wurde ganz einfach totgeschwiegen.
Die wenigstens Menschen wollen wahrhaben, dass Freiräume immer knapper werden. Grundstücke werden aufgekauft und überbaut. Wohnungen werden überteuert vermietet. Jugendliche werden aus Parks oder von Bahnhöfen gejagt. Übernachtungen im Freien sind sowieso verboten.
Unser Leben wird von Vorschriften und Gesetzen bestimmt. Orte wo wir unsere Unabhängigkeit ausleben können, verschwinden immer mehr. Wehren wir uns gegen diese beängstigende „Ordnung“, kriegen wir Repressionen zu spüren. Repression ist nicht immer körperliche Gewalt. Repression ist auch Todschweigen von Forderungen, Leute die anders sind beschimpfen, einsperren, eine (Medien)- Hetzte gegen sie starten oder Klischees gegen diese aufbauen, wie z.B. „alle Ausländer stehlen“. Durch solche Schikanen lassen wir uns aber nicht entmutigen.
Leute wie die Raumfänger in Thun, die auf ernster, politischer Ebene mit der Stadt für ein AJZ verhandeln, werden über mehrere Monate hingehalten. Ohne irgendwelche Fortschritte oder Ergebnisse. Denn auf Leute „eingehen“ und sie hinhalten, ist auch eine Art sie zum schweigen zu bringen.
Doch WIR werden uns nicht weiter zum Schweigen bringen lassen und für unser Recht einstehen. Es kann nicht sein, dass sich bloss Menschen mit genügend Geld ihre „privaten Freiräume“ erkaufen können.
Wir fordern mehr Freiräume; in Form eines AKZ (Autonomes Kultur Zentrums) wie auch sonstige Freiräume in Städten oder Parks und mehr Toleranz im ganzen Oberland!
Gegen soziale Kontrolle, Repression und das Todschweigen unserer Anliegen!
NIEMAND BRINGT UNS ZUM SCHWEIGEN – WIR KÄMPFEN WEITER
FREIRAUM FÜR ALLE…
Alternativ Revolutionäre Oberländer/innen

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