Archiv für Neue Soziale Bewegungen
Spontandemo Polizeigewalt Rostock

Spontandemo Polizeigewalt Rostock

Inhalt:
1. Aufruf
2. Communiqué


1. Aufruf (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2007/06/50113.shtml)
G8 – ES REICHT
Gegen Polizeigewalt – Gegen verleumderische Berichterstattung
Als G8 wird das Treffen der alten europäischen Entente und ihrer westlich-orientierten Aussenposten bezeichnet. Vordergründig werden Ziele formuliert, welche dem Wohle Aller dienen sollen. Dieses Jahr: Wie werden afrikanische Staaten besser aus- gebeutet und wie kann man die Klimakatastrophe vertuschen. Hintergründig handelt sich um ein Cüpli – Treffen der Lobbyisten.
Der Polizei liefert das Treffen einen erneuten Vorwand, gegen linke Aktivisten vorzugehen. Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung (Verdacht auf terroristische Vereinigung) wurden dieses Jahr bereits im Vorfeld Hausdurchsuchungen (Zentren wie Privatwohnungen) und Präventivverhaftungen durchgeführt. Weiter werden nun Inhaftierte in einem Instant-Verfahren mit eingeschränkter Beweisaufnahme als Ab- schreckung gegenüber „Nachahmern“ im grossen Stil abverurteilt. Die Strafen fallen dabei meist im Höchstmass aus.
Aus unserer Sicht wird seit Genua `01 im grossen Stil gezielt provoziert und Demonstrationen zur Eskalation getrieben ( wie zum Beispiel vermummte Provokateure der Polizei). Auch dieses Jahr widersprechen sich bis jetzt die offiziell Berichterstattung und unabhängige Zeugenaussagen. Die Polizeiübergriffe wurden sogar vom offiziellen Münchner Polizeipsychologen Georg Sieber kritisiert: „Es ist eigentlich in Rostock alles lehrbuchgerecht so gemacht worden, wie es nicht sein soll.“
(Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/631797/)
Der Versuch, die G8-Elite umzustimmen, ist zum Scheitern verurteilt. Ernsthafte Lösungsansätze sind nur von Unten nach Oben möglich.
Probleme, die alle betreffen, können nur von allen gemeinsam gelöst werden.
FAU Bern

2. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2007/06/50198.shtml)
Bericht zur Demo
Gestern Donnerstag um 20 Uhr haben sich ungefähr 30 Personen (nach Angaben der Polizei waren es eine bis 1000 Personen) bei der Heiliggeistkirche eingefunden um spontan gegen die massive Polizeigewalt und die seltsame Berichterstattung der staatlich-rechten Medien zu demonstrieren.
Leider war es etwas schwierig unser Anliegen unter die Leute zu bringen. Trotzdem spazierten wir lautstark gegen das G8-Treffen und deren repressiven und verleumderischen Begleiterscheinungen und verteilten Flyer. Die Route führte von der Heiliggeistkirche hinunter in die Neuengasse und von dort via Waisenhausplatz, Hodlerstrasse ins Bollwerk. Eine Truppe blau-Uniformierter, welche uns zuvor bei der Heiliggeistkirche noch medial aufzeichnete, erschien ob unserer spontanen Routenwahl dann doch überrascht. Jedenfalls mussten sie, als wir beim Bullenhauptgebäude vorbei spazierten, sich schleunigst hinter ihrer 2m hohen Mauer postieren und bewaffnen. So weit so gut!
Wir möchten den Teilnehmenden für ihr spontanes Kommen danken, besonders auch den Genossen aus der Westschweiz.
FAU Bern

Flyer zur Demo:
G8 – ES REICHT
Gegen Polizeigewalt – Gegen verleumderische Berichterstattung
Als G8 wird das Treffen der alten europäischen Entente und ihrer westlich-orientierten Aussenposten bezeichnet. Vordergründig werden Ziele formuliert, welche dem Wohle Aller dienen sollen. Dieses Jahr: Wie werden afrikanische Staaten besser aus- gebeutet und wie kann man die Klimakatastrophe vertuschen. Hintergründig handelt sich um ein Cüpli – Treffen der Lobbyisten.
Der Polizei liefert das Treffen einen erneuten Vorwand, gegen linke Aktivisten vorzugehen. Unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung (Verdacht auf terroristische Vereinigung) wurden dieses Jahr bereits im Vorfeld Hausdurchsuchungen (Zentren wie Privatwohnungen) und Präventivverhaftungen durchgeführt. Weiter werden nun Inhaftierte in einem Instant-Verfahren mit eingeschränkter Beweisaufnahme als Ab- schreckung gegenüber „Nachahmern“ im grossen Stil abverurteilt. Die Strafen fallen dabei meist im Höchstmass aus.
Aus unserer Sicht wird seit Genua `01 im grossen Stil gezielt provoziert und Demonstrationen zur Eskalation getrieben ( wie zum Beispiel vermummte Provokateure der Polizei). Auch dieses Jahr widersprechen sich bis jetzt die offizielle Berichterstattung und unabhängige Zeugenaussagen. Die Polizeiübergriffe wurden sogar vom offiziellen Münchner Polizeipsychologen Georg Sieber kritisiert: „Es ist eigentlich in Rostock alles lehrbuchgerecht so gemacht worden, wie es nicht sein soll.“ (Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/631797/)
Der Versuch, die G8-Elite umzustimmen, ist zum Scheitern verurteilt. Ernsthafte Lösungsansätze sind nur von Unten nach Oben möglich. Probleme, die alle betreffen, können nur von allen gemeinsam gelöst werden