Hausbesetzung Wylerringstrasse

Inhalt:
1. Communiqué


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2013/04/89367.shtml)
Es pulsiert Leben in der Stadt Bern – Dynamiken entfalten sich, Ideen entstehen. Dafür braucht es aber Platz.
Einen Platz, an dem jeder und jede sich selbst entfalten kann – jenseits von den herrschenden Zwängen des Alltages. Der neue Ort, soll Platz für neue Ideen, Treffpunkt für Diskussionen, Ort zum Leben und eine Plattform für kritisches, politisches und kreatives Engagement bieten.
Die heutige Gesellschaft ist gebrandmarkt von kapitalistischen Verhältnissen, die sich immer mehr auf andere Lebensbereiche ausbreiten. Stetiger Konkurrenzkampf – sei es im Beruf oder in der sozialen Interaktion – fördert eine Gesellschaft in der sich die Menschen immer mehr voneinander entfernen und nur noch für sich selbst schauen. Egoistisches Handeln wird vom System gefördert und belohnt. Ständige Angst um die Existenzgrundlage beherrschen das alltägliche Leben, so erstaunt es nicht das heutzutage „Geld verdienen“ zu den am meisten Zeit in Anspruch nehmenden Tätigkeiten des menschlichen Leben gehören. Soll das wirklich so bleiben?
Hohe Mietpreise, gentrifizierte – scheinbar „aufgewertete“ – Wohnviertel vertreiben Leute ohne Geld, vor allem Junge, Randständige oder andere, die nicht in das Schema des gesellschaftlichen Idealtypus passen. Überall herrscht Konsumzwang, ohne finanzielle Mittel wird es oft schwierig sich überhaupt an der Gesellschaft beteiligen zu können. Deswegen wollen wir mit der Neunutzung des stillgelegten Wifag-Areals einen Schritt in die Richtung einer antikapitalistischen Insel wagen. Uns ist aber auch klar, dass diese Plattform nur eine Station im Kampf gegen den Kapitalismus darstellt.
Gemeinsam mit euch wollen wir einen Ort entstehen lassen, in der ein solidarisches Zusammenleben, frei von Rassismus, Konkurrenz, Sexismus, Homophobie und gesellschaftlichen Zwängen möglich sein soll. Jeder Mensch, der diese Grundsätze mitträgt ist herzlich dazu eingeladen an der Wylerringstrasse 29 3014 Bern vorbeizuschauen, seine Ideen umzusetzen, sich einzubringen, zu diskutieren oder einfach nur zu sein.
Wir sind froh um Unterstützung aller Art, sei dies mit Essen, Infrastruktur, guten Ideen oder sonstigem Engagement.
Solidarität statt Konkurrenzkampf!
Grenzen sprengen!
Die Kinder von Bern

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