Waffeninspektion

Inhalt:
1. Communiqué
2. Bilder


1. Communiqué (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2003/04/7987.shtml)
Pressecommuniqué zur Osterwaffensuche
Heute Nachmittag haben in der Innenstadt von Bern etwa 50 UNO-WaffeninspektorInnen nach Osterbomben und von der schweizerischen Rüstungsindustrie produzierten Waffen gesucht, welche der RUAG-Osterhase verteilt hatte. Dabei wurde vor allem das Bundeshaus und internationale Grosskonzerne sehr genau unter die Lupe genommen. Zum Schutz der Berner Zivilbevölkerung wurden die verdächtigen Gebäude und Paläste grossräumig abgesperrt und versiegelt. Leider kooperierten die Leute in den Gassen nicht vollumfänglich mit der UNO, nur mit grossem Glück konnten Unfälle mit frei herumliegenden Osterbomben vermieden werden.
Zufälligerweise waren auch gerade die Herren Bush, Blair, Scharon und Couchepin anwesend um mit dem RUAG-Osterhasen ihre Geschäfte zu machen. Leider war die UNO wieder einmal nicht im Stande, diese blutigen Händel zu unterbinden.

Hier das Flugblatt, welches von den Blauhelmen zur Aufklärung an die Bevölkerung verteilt wurde:
Sofortiger Stopp den Waffenexporten!
Schweizer Rüstungsfirmen wie die Ruag und andere exportieren nach wie vor an kriegsführende Länder, u.a. auch an die USA, Grossbritannien oder Israel. Wir fordern den sofortigen Stopp der Waffen- und Kriegsmaterialausfuhr, sowie das Umstellen der Rüstungsfirmen auf zivile Güter.
Die heutigen Aktion soll die schweizerische Profitgier zeigen: Der Osterhase versteckt Bomben und verkauft Waffen an die Staatschefs anderer Länder, Bush, Blair, Sharon und Co. Währenddessen die Waffengeschäfte auf Hochtouren laufen, freuen sich Schweizer Bundesräte mit dem Osterhasen über die Profite, welche durch das Geschäft mit dem Tod in die Schweiz fliessen.
Die UN-WaffeninspektorInnen sind dem Drecksgeschäft auf der Spur und finden Waffen und Bomben in der Berner Altstadt. Sie weisen auch auf amerikanische Geschäfte wie Starbucks, Shell oder McDonald`s hin. Wer bei diesen Firmen Geld ausgibt, unterstützt indirekt den laufenden, blutigen Krieg im Irak.
Diese Aktion, eine Art Strassentheater, wurde organisiert vom Bündnis „Jugend gegen Krieg“ Bern. Wir wollen durch kreative Aktionen eine neue Demokultur vorantreiben, welche sich nicht allein auf das mitlatschen an Grossdemos und anderen Veranstaltungen der üblichen, „anständigen“ Art beschränken.
jugendgegenkrieg@gmx.ch
Kommt ans Resistance-Camp:
26.4.03, Besammlung 13.30 Heiliggeistkirche
Erfreulich war, dass die Inspektoren von der Polizei nicht an der Arbeit gehindert worden sind, wohl weil sie selber ein wenig Angst hatten, ihre Waffen könnten beschlagnahmt werden. Wir begrüssen dieses Verhalten sehr und hoffen dass es weiterhin (z.B. nächstes Wochenende beim Anti-Kriegs-Camp) beibehalten wird.


2. Bilder (Originalquelle: http://ch.indymedia.org/de/2003/04/7996.shtml)