Razzia Restaurant Brasserie

Inhalt:
1. Stellungsnahme Brasserie


1. Stellungsnahme Brasserie (Originalquelle: https://www.facebook.com/brassbern/photos/a.2013690718693352/2092169644178792/?type=3&theater)
Am Samstag, den 8.12.2018 gegen 18.00 Uhr betraten zwei Polizisten bei laufendem Beizenbetrieb den Garten der Brasserie Lorraine. Dabei wurden zwei Personen für eine Personenkontrolle angehalten. Die Kontrolle verlief zu Beginn ruhig, mehrere Gäste solidarisierten sich mit den Angehaltenen und fingen an, die Polizisten zu filmen. Plötzlich kam es zu einer Verfolgungsjagd ins Innere der Beiz. Der Polizist erachtete es dabei für legitim, mit Stühlen und sogar einen Tisch um sich zu werfen, um der verfolgten Person die Wege zu versperren und dabei auch das Wohl Unbeteiligter zu riskieren. Der völlig verängstigte und orientierungslose Mann wurde schliesslich im Restaurant festgenommen und abgeführt.

Wenn wir sehen, dass jemand bei uns mit Drogen dealt, fliegt die jeweilige Person raus. Das wird so seit Jahren praktiziert. Andererseits wollen wir aber nicht Polizei spielen gegenüber Menschen, die illegalisiert und kriminalisiert werden und denen oft der prekäre Job des/der Drogenarbeiter*inn bleibt. Es gilt bei allen stets die Unschuldsvermutung, weshalb wir Racial Profiling aufs Äusserste verurteilen.

Die Polizei rechtfertigte ihren Einsatz mit dem Begriff des „begründeten Verdachts“. Der Begriff bleibt dabei derart schwammig, dass er ganze Gruppen stigmatisiert. In der kapitalistischen Marktlogik wird dort ein Angebot geschaffen, wo auch eine Nachfrage besteht. Daher wäre es vielleicht mal sinnvoll, zu hinterfragen, warum diese Nachfrage besteht, anstatt Symbolpolitik auf Kosten von marginalisierten Menschen zu betreiben.

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